Die Krise des nationalen Selbstverständnisses: Im Schatten der Macht

Eigene Werte behaupten statt fremde Bühnen betreten

Wir erleben aktuell eine Veränderung des Nationalen Widerstandes, welche verdeutlicht, wie viel Selbstbewusstsein verloren gegangen ist. Ebenso, daß der Schachzug Zions, ein trojanisches Pferd einzusetzen, vollends aufgegangen ist. Mitnichten verwunderlich, denn eine wirkliche Gemeinschaft waren wir ohnehin nie. Immer wieder gab es diverse Kleinparteineugründungen, hunderte von Kameradschaften, Gerüchte über alles und jeden. Sind wir einmal ehrlich, das war doch stellenweise schlimmer als unter den normalen BRD-Bürgen.

  Joachim Sondern

Infolgedessen keineswegs überraschend, daß plötzlich auch Nationalisten glauben, man können die AfD doch irgendwie nutzen. Denn wenn der politische Kontrahent etwas kann, dann Sehnsüchte sowie Bedürfnisse der Menschen erkennen; diese dann augenscheinlich bedienen, um sie im gleichen Moment konspirativ emotional neu zu programmieren, um nicht zu sagen: zu manipulieren.

Dabei setzen internationale Marionettenspieler auf umgekehrte Psychologie. Sogenannte „neue Rechte“ tätigen demzufolge ganz öffentlich pro-israelische Aussagen, glorifizieren Stauffenberg und fordern, daß der Schutz Israels am Brandenburger Tor beginnt. Traditionelle Nationalisten, im Denken ohnehin seit Jahren beeinflusst durch anhaltender staatlicher Repressalien, vermuten/hoffen, daß dies ein strategisches Unterfangen sei. Jene Vermutung wird selbstverständlich genährt durch gut geschulte Strategen der AfD, welche hinter verschlossener Tür das eine oder andere Mal scheinbar gute nationale Aussagen tätigen.

Warum kommt nur kaum jemand auf die Idee, daß man dies als Köder nutzt, um den nationalen Widerstand weiter zu spalten? Schon die Schlapphüte nutzten gerne die väterlich-fürsorgliche Art, gaben bei Ansprechversuchen sogar in manchen Punkten dem Nationalisten recht. Natürlich einzig im Versuch, sich Zugang zu verschaffen und entsprechende Person anzuwerben. „Patrioten“ arbeiten exakt genauso, was jeder merken sollte, der die Schulungen des nationalen Widerstandes ganzheitlich verstanden hat.

Was würde Herbert Schweiger oder Jürgen Rieger denken, wären sie noch am Leben? Was würde ein Hans Ulrich Rudel denken? Was ein Jörg Haider, der ja irgendwo auch schon zu einer Art modernen Entwicklung gehörte, aber nie vergessen hat, unseren Soldaten die Ehre zu erweisen. Modern ist nicht grundsätzlich schlecht, solange es der Reformation alter Werte, der Optimierung der Liebe zum Eigenen dienlich ist.

Doch diese Liebe scheint vollends verloren gegangen. Aus strategischer Absicht wird sich mit Leuten gemein gemacht, welche Stauffenberg hochhalten und tatsächlich den 08. Mai als „Tag der Befreiung“ feiern. Wo ist da die Selbstachtung geblieben?

Wer glaubt, man könnte sie unterwandern, ihre Strukturen nutzen und das Grundkonzept später transformieren, der sollte sich vor Augen führen, daß wir uns bereits in der Endabwicklung Europas befinden. Überall beschäftigen sie die Völker Europas, lenken sie mit bewusst inszenierten Krawallen wie in Frankreich oder Italien ab. Jedwede Reaktionen sogenannter Nationalisten wurden längst mit einkalkuliert. Zu denken man sei schlauer als der Gegner, ist der erste Generalfehler, den man macht, wenn man nur aus Protest politisch aktiv ist. Liebt man jedoch Politik insgesamt, wie ein Herbert Schweiger oder ein Jörg Haider, dann unterlaufen einem diese emotionalen Fehler mitnichten.

Reumütige Schuld hat alle Gruppierungen irgendwo im Denken vergiftet, doch warum kam die neue Rechte über Nacht hoch? Richtig, weil sie als Produkt des Establishments blitzschnell unseren Aufstieg verhindern sollte – was ihnen bisweilen auch gelungen ist. Die Schachspieler der Clique haben nämlich bereits die kommenden Züge vorausgesehen und ganz schnell schmackhafte Rattenfallen errichtet. Sie wussten auch, daß jene angehende Entwicklung Richtung Heimatliebe einigen Nationalisten dermaßen schmecken wird, daß sie glauben werden, sie können sich damit irgendwie strategisch wieder ins Spiel bringen.

Was aber opfert man meistens, wenn man sich im strategischen Durcheinander verläuft? Richtig, seine Glaubwürdigkeit. Denn in Krisenzeiten schauen die Menschen zu jenen auf, welche sie vorher als Sturköpfe wahrgenommen haben. Und man verliert überdies wertvolle Zeit, in der man die eigenen Ideale ungefiltert positionieren könnte. Genau um dieses Ungefilterte geht es letztendlich. Wo ist die Selbstsicherheit geblieben? Die wahre Liebe zum Eigenen darf nicht zu einer Floskel verkommen. Wenn man erfolgreich sein möchte, dann muss man es sich erlauben erfolgreich zu sein und unter Beachtung der eigenen Ideale ebenso eigene Spielregeln festlegen. Man lockt politische Kontrahenten auf seine Bühne und betritt mit dermaßen wenig Ressourcen keine fremden Bühnen, weil man sie gewiss niemals kapern kann.

Daß im Rahmen der BRD unsere Weltanschauung politisch nicht ausgelebt werden kann, das sollte jedem klar sein. Aber kulturell kann und sollte man diese lebendige moderne Weltanschauung einen jeden Tag leben. Dies beinhaltet, daß man sich ganz klar von modernen patriotischen Kräften distanziert, denn wenn die große Enttäuschung für die Wähler kommt, werden sie sich daran erinnern. So verschafft man sich einen Vorteil und ist dem Kontrahenten einige Züge voraus auf dem politischen Schachfeld. Vertrauensaufbau ist ihr schlimmster Albtraum, da absolut nicht kalkulierbar.

Wichtigster Punkt bleibt, die Menschen in den Fürgedanken zu bringen, schöpferisch mit ihnen zu arbeiten, statt immer in der Empörung zu verweilen. Jeder von uns kann die Bürger aus dem Beschäftigungsmodus des Systems befreien, vorausgesetzt man selber erliegt als Nationalsozialist nicht jener Beschäftigungstherapie der Matrix. Angst, Panik und diverse Weltszenarien dienen der Ablenkung, sollen negative Gefühle erzeugen. Bleiben wir in jenem Moment aber im aufbauenden Gedanken, dann brechen wir Reihen auf.

Niemals an sich zweifeln, immer geradeaus. Wir haben auch vorher alles richtig gemacht, nur fehlte vielen stets das Selbstvertrauen. Doch wer unsere Weltanschauung liebt, der weiß, daß die Wiederauferstehung gerade jetzt stattfindet. Man kann und muss jetzt stolz grundlegende Positionen vor trojanischen Pferden schützen und sie selbstbewusst durchsetzen.

Wer eigene Werte bewahren will, muß sie auch im Alltag sichtbar vertreten.

Über Joachim Sondern 129 Artikel
Heimatliebender Aktivist, Medienmacher und Politiker! Ein Zitat von Ernst Jünger wurde zum inneren Begleiter: "Zeige mir den Markt der Stadt und ich sage dir, ob dein Volk noch lebendig ist." Friedrich Nietzsche formulierte einst treffend: "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können." Ich habe mich für den Weg der Wahrheit entschieden - aus Liebe zum Eigenen!

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