Erinnere Dich, wer Du bist – und höre endlich auf, ihre Welt zu retten

Heimat, Identität, Wahrheit und die stille Revolution einer Gesellschaft

Vielleicht liegt einer der größten Irrtümer der vergangenen Jahre darin, daß wir noch immer glauben, wir müßten zuerst ihre Welt verändern, ihre Institutionen reformieren, ihre politischen Bühnen neu besetzen, ihre medialen Erzählungen widerlegen und ihre gesellschaftlichen Konstruktionen korrigieren, bevor wir überhaupt damit beginnen dürften, unsere eigene Wirklichkeit zu erschaffen. Seit Jahren beobachten, analysieren, recherchieren, warnen und erklären wir, wir beschäftigen uns mit Gesetzen, Machtstrukturen, Manipulation, Überwachung, wirtschaftlicher Abhängigkeit und gesellschaftlicher Spaltung, wir führen Gespräche, schreiben Artikel, produzieren Sendungen, sammeln Dokumente und versuchen, jene Menschen zu erreichen, die noch immer glauben, daß das täglich wechselnde Schauspiel der Politik tatsächlich der Ort sei, an dem über ihr Leben entschieden werde, während gleichzeitig etwas viel Kostbareres geschieht: Unsere eigene Lebenszeit verstreicht, unsere schöpferische Energie wird in immer neue Empörungswellen gelenkt und unsere Aufmerksamkeit bleibt an genau jene Welt gebunden, von der wir behaupten, daß wir sie längst durchschaut hätten.

  Joachim Sondern

Deshalb müssen wir uns nach all den Jahren eine Frage stellen, die unangenehmer ist als jede politische Analyse und zugleich ehrlicher als viele jener Antworten, mit denen wir uns bislang beruhigt haben: Was, wenn wir im Versuch, die Matrix zu bekämpfen, begonnen haben, ihr einen viel zu großen Teil unseres eigenen Lebens zu schenken? Was, wenn wir zwar ihre Mechanismen erkannt, aber nicht bemerkt haben, daß wir emotional weiterhin an ihnen hängen, weil jeden Morgen eine neue Meldung, ein neues Gesetz, ein neuer Skandal, eine neue vermeintliche Jahrhundertentscheidung auf uns wartet und damit auch immer wieder jene Mischung aus Angst, Zorn, Frustration sowie Ohnmacht erzeugt wird, die uns daran hindert, die freigewordene Erkenntnis endlich in schöpferische Handlung zu verwandeln?

Wir sind nicht auf dieser Erde, um unser gesamtes Dasein damit zu verbringen, das Dunkle zu studieren, welches übrigens ebenso Bestandteil des Lichtes ist. Wir sind hier, um zu leben, zu lieben, zu erschaffen, Heimat zu gestalten, Beziehungen aufzubauen, Spuren zu hinterlassen, Kindern etwas weiterzugeben, Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und jene Kraft in uns zu entfalten, die niemals aus einem politischen Programm, niemals aus einer Institution und niemals aus der Zustimmung irgendeines Systems geboren werden kann. Genau darin liegt vielleicht die wichtigste Erkenntnis: Die Matrix verliert ihre Macht nicht in dem Augenblick, in dem wir sie vollständig verstanden haben, sondern dort, wo wir aufhören, ihr unser Leben, unsere Aufmerksamkeit, unsere Zeit und unsere schöpferische Energie zur Verfügung zu stellen. Infolgedessen müssten erwachte Menschen dem EQ Aufmerksamkeit schenken, doch genau daran scheitert es, denn vor Emotionen hat der Mensch von heute Angst.

Wir haben uns im Widerstand selbst verloren

Viele Menschen innerhalb verschiedener Widerstandsbewegungen gingen einst mit einem zutiefst ehrlichen Anliegen auf diesen Weg. Sie wollten verstehen, wollten Widersprüche sichtbar machen, wollten Dinge aussprechen, die im öffentlichen Raum keinen Platz mehr fanden, wollten jenen eine Stimme geben, die nicht gehört wurden, und glaubten daran, daß Wahrheit allein irgendwann stark genug sein müsse, um das gesellschaftliche Bewußtsein zu verändern. Viele dieser Menschen haben dafür einen Preis bezahlt, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich, denn sie verloren Freundschaften, gesellschaftliche Anerkennung, berufliche Möglichkeiten, Beziehungen, Ruhe sowie unzählige Stunden ihrer Lebenszeit, während andere längst schliefen und sie noch immer vor Bildschirmen saßen, recherchierten, schrieben, Videos schnitten, Nachrichten beantworteten, Veranstaltungen organisierten oder irgendeine andere Form unabhängiger Arbeit leisteten.

Doch irgendwann verändert jahrelange Frustration auch denjenigen, der ursprünglich voller Hoffnung begonnen hat. Aus Enthusiasmus wird Erschöpfung, aus Zuversicht wird Skepsis, aus dem Glauben, genügend Aufklärung müsse zwangsläufig Veränderung hervorbringen, entsteht irgendwann die bittere Erkenntnis, daß Wahrheit allein noch keine neue Gesellschaft erschafft. Eine Information baut kein Haus, sie gründet kein Unternehmen, sie schafft keine Gemeinschaft, sie hilft keinem Menschen aus seiner Einsamkeit, sie schützt keine Tradition und sie bringt kein Kind dazu, wieder voller Vertrauen auf seine Zukunft zu blicken. Wahrheit verändert zunächst nur das Bewußtsein eines Menschen, und was dieser Mensch anschließend aus dieser Erkenntnis macht, entscheidet darüber, ob aus Wahrheit tatsächlich Wandel entsteht oder lediglich ein weiterer Konsumartikel innerhalb einer alternativen Informationswelt.

Genau an diesem Punkt sind wir zu oft stehengeblieben. Wir haben aufgeklärt, aber zu selten aufgebaut; wir haben gewarnt, aber zu selten erschaffen; wir haben beschrieben, was falsch läuft, aber viel zu selten gezeigt, wie eine lebenswerte, freie und schöpferische Wirklichkeit überhaupt aussehen könnte. Und so entstand aus einer Bewegung, die Menschen ursprünglich aus Angst und geistiger Fremdbestimmung herausführen wollte, stellenweise eine permanente Alarmgesellschaft, die jeden Tag neue Bedrohungen benötigt, um sich selbst zu legitimieren. Nicht immer aus böser Absicht, oft sogar aus dem Gegenteil, aus Sorge, Verantwortung, Enttäuschung und jener Traurigkeit heraus, die entsteht, wenn man über Jahre hinweg glaubt, man müsse nur lange genug erklären, bis eine Gesellschaft endlich versteht, und dann feststellen muß, daß Erkenntnis allein noch keine Haltung hervorbringt.

Gerade deshalb muß auch die Wahrheitsbewegung irgendwann den Mut besitzen, sich selbst im Spiegel zu betrachten.

Auch Wahrheit kann zum Geschäft werden

Es wäre unehrlich, so zu tun, als hätte sich nicht auch innerhalb alternativer Medien ein Markt entwickelt, denn Aufmerksamkeit besitzt inzwischen überall einen wirtschaftlichen Wert, Reichweite wird gemessen, Klicks werden monetarisiert und emotionale Zuspitzung funktioniert auch dort, wo man sich selbst als Gegenentwurf zum Mainstream versteht. Die nächste Katastrophe erzeugt mehr Aufmerksamkeit als ein stiller Aufruf zu Verantwortung, der nächste Skandal mehr Reaktion als die Aufforderung, das Telefon auszuschalten, den Nachbarn zu besuchen und gemeinsam etwas aufzubauen. Genau darin liegt eine der bittersten Ironien unserer Zeit: Wer ursprünglich angetreten ist, Angst aufzulösen, kann irgendwann strukturell davon abhängig werden, daß ständig neue Angst vorhanden ist, nicht zwangsläufig aus Gier oder Bösartigkeit, sondern weil auch ein unabhängiger Journalist, ein Autor, ein Blogger oder ein Betreiber alternativer Medien seine Miete bezahlen muß, Technik benötigt, Server finanziert, Programme bezahlt und seine Lebenszeit nicht dauerhaft verschenken kann.

Es wäre deshalb ebenso oberflächlich, diejenigen zu verurteilen, die ihre Arbeit monetarisieren, wenn gleichzeitig jene Gemeinschaft, die täglich kostenlose Informationen verlangt, kaum bereit ist, unabhängige Arbeit solidarisch zu tragen. Ein Artikel entsteht nicht aus dem Nichts, eine Recherche schreibt sich nicht selbst, ein Video produziert sich nicht in wenigen Minuten und ein Medium finanziert sich nicht durch moralische Zustimmung. Wer ständig fordert, daß Journalisten, Autoren und alternative Stimmen unabhängig bleiben sollen, muß irgendwann auch beantworten, wovon unabhängige Menschen leben sollen, denn wenn freiwillige Solidarität ausbleibt, entstehen zwangsläufig Partnerprogramme, Werbung, Sponsoring, Plattformabhängigkeit und algorithmische Anpassung, und damit kehrt genau jene wirtschaftliche Abhängigkeit durch die Hintertür zurück, von der man sich ursprünglich befreien wollte.

Eine Bewegung, die Solidarität fordert, aber diejenigen alleinläßt, die Tag für Tag für sie arbeiten, hat deshalb einen Teil ihrer eigenen Botschaft noch nicht verstanden. Doch ebenso trägt der Konsument Verantwortung, wenn er Wahrheit lediglich konsumiert, als handele es sich um eine weitere Form der Unterhaltung, denn auch Aufklärung kann irgendwann zu einer Gewohnheit werden, die zwar das Gefühl vermittelt, beteiligt zu sein, ohne daß daraus irgendeine konkrete Veränderung entsteht.

Wir haben Wahrheit konsumiert, statt sie zu leben

Man kann morgens einen Artikel lesen, mittags mehrere Videos ansehen, am Abend einen Livestream verfolgen, dazwischen unzählige Meldungen kommentieren und sich dennoch am Ende des Tages fragen müssen, was man tatsächlich erschaffen hat. Man kann jedes politische Detail kennen, aber trotzdem keine Vorstellung davon besitzen, wie eine unabhängigere Lebenswirklichkeit aussehen könnte; man kann stundenlang über Freiheit sprechen – jedoch zugleich vollständig von Strukturen abhängig bleiben, die man täglich kritisiert; man kann Solidarität beschwören und dennoch nicht wissen, wie es dem Menschen nebenan geht.

Genau hier muß eine tiefere Form des Erwachens beginnen, denn Politik darf nicht länger die Herrschaft über unseren Tagesablauf besitzen. Das bedeutet weder Gleichgültigkeit noch Blindheit gegenüber gesellschaftlichen Entwicklungen, sondern lediglich, Politik wieder auf jenen Platz zurückzudrängen, den sie in einem gesunden menschlichen Leben überhaupt einnehmen sollte. Politik gestaltet sich nicht ausschließlich über ihre Themen, sondern durch unsere Handlung, etwas Neues aufzubauen und schöpferisch tätig zu werden, denn wer lediglich auf politische Vorgaben reagiert, überläßt der Politik weiterhin die Initiative, während derjenige, der eigene Strukturen erschafft, Wirklichkeit verändert, vielleicht zunächst nur in seinem persönlichen Umfeld, aber dafür tatsächlich und nicht nur symbolisch.

Eine Familie, die wieder füreinander einsteht, verändert Wirklichkeit. Ein selbständiger Betrieb, der unabhängig denkt, Verantwortung übernimmt, verändert Wirklichkeit. Ein Autor, der schreibt, obwohl niemand ihm garantiert, daß sein Buch Erfolg haben wird, verändert Wirklichkeit. Ein Mensch, der einem anderen hilft, ohne zuerst nach den Nutzfaktor zu fragen, verändert Wirklichkeit. Eine Gemeinschaft, die Wissen, Arbeit, Kontakte als auch Ressourcen miteinander teilt, verändert Wirklichkeit. Genau dort beginnt Politik in einem viel tieferen Sinne, nicht als Parteiprogramm, sondern als gelebte Gestaltung des gemeinschaftlichen Raumes.

Und genau an dieser Stelle begegnen wir einer Frage, die viele Menschen inzwischen beinahe verlernt haben zu stellen: Wer bist Du eigentlich, wenn man Dir all die politischen Etiketten, gesellschaftlichen Rollen, Berufsbezeichnungen und digitalen Profile nimmt?

Sie wollten, daß Du Dich selbst vergißt

Ein Mensch, der nicht weiß, wer er ist, sucht zwangsläufig im Außen nach Definitionen. Er fragt Institutionen, was richtig ist, gesellschaftliche Trends, was schön sein soll, Medien, was wichtig ist, und andere Menschen, welchen Wert er besitzt, bis seine Identität irgendwann nur noch aus fremden Antworten besteht. Genau deshalb ist Herkunft keine belanglose Nebensache, sondern ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Selbstwahrnehmung, denn jeder Mensch kommt irgendwoher, aus einer Familie, einer Sprache, einer Landschaft, einer Geschichte, aus Erinnerungen, Gerüchen, Liedern, Bräuchen, Festen und jenen kleinen Dingen, die sich tief in das Unterbewußtsein einschreiben, lange bevor irgendeine politische Weltanschauung überhaupt eine Rolle spielt.

Heimat ist deshalb weder eine Regierung noch eine Partei und auch nicht bloß ein Verwaltungsgebiet auf einer Karte. Heimat ist der Ort, an dem Erinnerung und Identität ineinanderfließen, sie ist Sprache, Landschaft, Familie, Brauchtum, Tradition, das Mutterland und Vaterland nicht als starre politische Parole, sondern als jener kulturelle und seelische Boden, aus dem ein Mensch hervorgegangen ist. Heimat bist auch Du selbst, weil sie durch Dich weiterlebt, in Deiner Sprache, Deinen Gewohnheiten, Deiner Art zu denken, Deiner Vorstellung von Nähe und vielleicht sogar in Dingen, deren Herkunft Du längst vergessen hast.

Gerade deshalb ist es so verhängnisvoll, wenn Menschen beigebracht wird, Liebe zum Eigenen müsse zwangsläufig Ablehnung gegenüber anderen bedeuten. Diese Gleichung ist nicht nur falsch, sondern zerstört einen elementaren menschlichen Zusammenhang. Wer sich selbst liebt, muß keinen anderen Menschen hassen, und wer seine Familie liebt, empfindet deshalb keine Feindschaft gegenüber jeder anderen Familie. Warum sollte es plötzlich moralisch problematisch werden, wenn ein Mensch auch seine kulturelle Herkunft, seine Sprache, seine Landschaft oder die Geschichte seines Volkes liebt?

Wirkliche Achtung gegenüber anderen entsteht nicht dadurch, daß der Mensch seine eigenen Wurzeln abschneidet, sondern gerade dadurch, daß er versteht, wie wertvoll Wurzeln überhaupt sind. Wer seine eigene Heimat liebt, kann begreifen, weshalb ein Spanier Spanien liebt, ein Norweger Norwegen, ein Japaner Japan und jeder andere Mensch jene Landschaft, Kultur und Geschichte, aus der er hervorgegangen ist. Wer die eigene Sprache achtet, erkennt den Wert anderer Sprachen; wer die eigenen Traditionen nicht als Belastung empfindet, muß auch die Traditionen anderer Menschen nicht bekämpfen. Erst ein Mensch, der innerlich weiß, wer er ist, kann einem anderen auf Augenhöhe begegnen, ohne sich von dessen Andersartigkeit bedroht zu fühlen.

Eine entwurzelte Gesellschaft dagegen ist leichter zu formen, denn wo Identität nicht mehr aus Herkunft, Familie, Brauchtum und gewachsenen Bindungen entsteht, suchen Menschen neue Orientierungen, die ihnen von außen angeboten werden können. Dazu braucht es keine geheimnisvolle Verschwörung, sondern lediglich das Verständnis dafür, daß ein Mensch ohne stabile innere Bezugspunkte stärker von äußeren Deutungen abhängig wird. Gerade deshalb muß Heimatliebe als Teil menschlicher Selbstliebe verstanden werden, nicht als aggressive Abgrenzung, sondern als inneres Wissen darum, woher man kommt und was man weitertragen möchte.

Europa besitzt in seiner Verschiedenheit einen kulturellen Reichtum, dessen Wert gerade darin liegt, daß nicht alles gleich aussieht, gleich klingt oder gleich denkt. Unterschiedliche Sprachen, Landschaften, Küchen, Baustile, Musiktraditionen, Bräuche sowie historische Erfahrungen machen diesen Kontinent lebendig. Es gibt keinen vernünftigen Grund, weshalb friedliches Zusammenleben voraussetzen sollte, daß diese Unterschiede verschwinden. Im Gegenteil: Eine Welt verwurzelter Menschen ist wesentlich friedlicher als eine Welt kulturell entwurzelter Individuen, die ihre Identität aus immer neuen Konsumangeboten und politischen Moden beziehen müssen.

Heimat ohne Schöpferkraft kann nicht existieren

Doch Heimat allein genügt nicht, wenn sie lediglich als Erinnerung an vergangene Zeiten konserviert wird. Eine Heimat, die nur zurückblickt, erstarrt irgendwann zum Museum, denn Tradition lebt niemals dadurch weiter, daß eine Generation ausschließlich bewahrt, was vorherige Generationen geschaffen haben, sondern dadurch, daß sie den Mut besitzt, selbst etwas hinzuzufügen. Unsere Vorfahren wurden nicht dadurch zu Trägern einer Kultur, daß sie lediglich auf ihre Vorfahren zurückblickten, sondern indem sie bauten, erfanden, komponierten, schrieben, gründeten, Handwerk entwickelten, Unternehmen erschufen und ihre Vorstellung von Schönheit, Ordnung und Funktion in die Welt hineintrugen.

Gerade Deutschland wurde über lange Zeit nicht allein durch seine politischen Institutionen geprägt, sondern durch jene schöpferische Kultur, die sich in Werkstätten, Familienunternehmen, Forschungsstätten, Verlagen, Handwerksbetrieben, Musik, Literatur, Architektur und technischer Erfindungskraft zeigte. Viele traditionsreiche Unternehmen entstanden aus einer Werkstatt, einer Idee und dem Mut eines Menschen, der etwas schaffen wollte, das vorher nicht existierte, und wurden anschließend über Generationen weitergegeben, wodurch nicht nur Arbeitsplätze entstanden, sondern auch regionale Identität, Wissen, Stolz auf handwerkliche wie auch technische Fähigkeiten und jene oft unsichtbare Verbindung zwischen einer Region und den Menschen, die dort leben.

Wenn solche Strukturen heute verschwinden, wenn alteingesessene Betriebe aufgeben, Traditionsunternehmen ihre Produktion verlagern oder Familien keine Nachfolger mehr finden, dann verschwindet deshalb weit mehr als nur ein Firmenname aus irgendeinem Register. Es verschwindet Wissen, Erfahrung, regionale Bindung und oftmals ein Stück jener wirtschaftlichen Selbständigkeit, ohne die kulturelle Selbstbestimmung langfristig schwer bestehen kann. Natürlich haben Betriebsschließungen viele Ursachen, von Bürokratie über Energie- und Standortkosten bis hin zu Nachfolgeproblemen, internationalem Wettbewerb, Marktveränderungen und unternehmerischen Fehlentscheidungen, doch gerade deshalb wäre es viel zu einfach, diesen Niedergang lediglich zu registrieren und anschließend weiterzumachen, als habe er mit der Frage nach Heimat nichts zu tun. Aktuell ist es nämlich ersichtlich, daß fremdgesteuerte, politische Marionetten Deutschland abwickeln. Traditionsunternehmen, welche Jahrhunderte überlebten, gehen an jetzigen Vertretern der BRD zu Grunde. Man fürchtet, daß unser Volk gesundet und wieder in seine schöpferische Kraft gelangt.

Ein traditionsreicher Betrieb ist ebenso Teil einer kulturellen Landschaft wie ein historisches Gebäude oder ein überlieferter Brauch, denn dort wird nicht nur produziert, sondern Wissen von einer Generation an die nächste weitergegeben, dort entstehen Beziehungen, regionale Verantwortung und oftmals ein spezifisches Selbstverständnis, das sich nicht beliebig ersetzen läßt. Wenn wir Heimat erhalten wollen, müssen wir deshalb auch ihre wirtschaftlichen Lebensadern erhalten, und noch wichtiger: Wir müssen wieder anfangen, selbst neue zu erschaffen.

Heimat ohne Schöpferkraft kann nicht existieren, weil Heimat niemals nur Vergangenheit ist. Heimat ist Gegenwart und muß Zukunft besitzen.

Die stille Revolution beginnt mit der Umlenkung unserer Energie

Genau hier beginnt jener Teil, der viel entscheidender ist als jede weitere Analyse darüber, was falsch läuft. Wir müssen lernen, unsere Ressourcen bewußt dorthin zu lenken, wo wir etwas entstehen lassen wollen, denn Aufmerksamkeit, Geld, Arbeitskraft, Wissen, Reichweite sowie Vertrauen sind nichts anderes als gesellschaftliche Energie. Solange all diese Ressourcen immer wieder in genau jene anonymen Strukturen zurückfließen, die wir anschließend kritisieren, nähren wir mit unserem eigenen Verhalten das, was wir angeblich überwinden möchten.

Es geht deshalb nicht darum, eine abgeschottete Parallelwelt zu erschaffen oder irgendeine Form gesellschaftlicher Feindschaft zu kultivieren, sondern innerhalb bestehender Strukturen eigene Kreisläufe aufzubauen, in denen Menschen wieder lernen, einander zu tragen. Der Unternehmer kann den Handwerker aus seinem Umfeld beauftragen, der Handwerker ein unabhängiges Medium unterstützen, das Medium wiederum auf einen Künstler aufmerksam machen, der Künstler für einen regionalen Produzenten werben, Menschen können einander Arbeit vermitteln, Wissen teilen, Projekte gemeinsam entwickeln und dort einkaufen, wo ihr Geld keinesfalls nur in Richtung Machtmonopole verschwindet, sondern etwas erhält, das sie selbst für wertvoll halten.

So entsteht kein großes System durch eine zentrale Anordnung, sondern ein lebendiges Netz aus Vertrauen. Genau das ist die stärkste Form gesellschaftlicher Selbstbestimmung, weil sie nicht darauf wartet, daß irgendeine Regierung sie genehmigt oder irgendeine Mehrheit sie beschließt. Sie wächst dort, wo Menschen beginnen, Verantwortung nicht mehr vollständig nach oben zu delegieren, sondern wieder im eigenen Umfeld zu übernehmen.

Ein System verändert sich nämlich nicht erst dann, wenn seine politische Führung ausgetauscht wird, sondern bereits dort, wo Menschen anfangen, ihre Energie anders zu verteilen. Wenn wir weniger Zeit mit künstlicher Empörung verbringen, verliert die Empörungsindustrie Macht; wenn wir unabhängige, regionale Strukturen unterstützen, gewinnen diese an Kraft; wenn wir Wissen direkt weitergeben, werden wir unabhängiger; wenn Menschen wieder füreinander einstehen, sinkt ihre vollständige Abhängigkeit von anonymen Institutionen. Das ist keine spektakuläre Revolution, aber vielleicht gerade deshalb eine nachhaltige, weil sie nicht zerstört, sondern umlenkt, nicht haßt, sondern erschafft und nicht darauf wartet, daß eine alte Welt zusammenbricht, bevor sie mit dem Aufbau einer neuen beginnt. Eine neue Welt wird schneller angenommen, wenn sie plötzlich lebt, inmitten der alten Strukturen. Menschen glauben das, was sie sehen – zumindest gelegentlich. Unsere Energien kann die zerstörerische Weltordnung über Nacht ad acta legen. Jeder muss ich dafür nur vom ewigen Zweifel befreien.

Irgendwann muß deshalb die entscheidende Frage nicht mehr lauten, wie wir dieses System endlich besiegen können, sondern wie schnell wir eine vernünftige Welt errichten können.

Politik bekommt nicht länger unsere Seele

Wir müssen uns in diesem Sinne entpolitisieren, und gerade dieser Begriff wird manche Menschen provozieren, weil sie ihn mit Gleichgültigkeit verwechseln werden. Doch Entpolitisierung bedeutet nicht, gesellschaftliche Entwicklungen zu ignorieren, sondern ihnen nicht länger zu erlauben, unser gesamtes Bewußtsein zu besetzen. Ein Volk besteht nicht aus Politik, eine Kultur besteht nicht aus Politik und ein Menschenleben schon gar nicht, denn unser Leben besteht aus Beziehungen, Familie, Freundschaft, Arbeit, Liebe, Natur, Humor, Trauer, Musik, Erinnerung, Träumen, Heimat und jener schöpferischen Kraft, die einem Menschen überhaupt erst das Gefühl vermittelt, lebendig zu sein.

Warum sollten wir einem kleinen Ausschnitt unseres Lebens die Macht geben, nahezu unser gesamtes Denken zu bestimmen?

Politik bekommt nicht länger die Herrschaft über unseren Tagesablauf, denn Politik gestaltet sich nicht ausschließlich über ihre Themen, sondern durch unsere Handlung, etwas Neues aufzubauen und schöpferisch tätig zu werden. Wer ein Unternehmen gründet, gestaltet Gesellschaft; wer ein Kind zu einem selbständig denkenden Menschen erzieht, gestaltet Gesellschaft; wer ein Buch schreibt, einen Garten anlegt, einem Nachbarn hilft, eine Gemeinschaft aufbaut oder Wissen weitergibt, gestaltet Gesellschaft oftmals unmittelbarer als jemand, der jeden Abend mehrere Stunden politische Debatten verfolgt.

Damit verändert sich auch die Frage, woran wir gesellschaftliches Engagement überhaupt messen. Vielleicht war unsere Vorstellung davon zu lange an Protest, Wahlentscheidungen und öffentliche Stellungnahmen gebunden, während unzählige Menschen tagtäglich Dinge erschaffen, die tatsächlich Bestand besitzen, ohne dafür jemals eine politische Bühne zu benötigen.

Wir müssen aus dem dualistischen Denken heraus

Doch auch auf diesem Weg wartet eine Falle, denn solange unser Denken ausschließlich aus Gegensätzen besteht, bleiben wir innerlich an jene Mechanismen gebunden, die wir überwinden wollen. Links gegen rechts, wir gegen die, Freund gegen Feind, Gewinner gegen Verlierer, gut gegen böse – natürlich existieren reale Interessengegensätze und selbstverständlich gibt es Menschen, die Macht mißbrauchen, Grenzen überschreiten oder anderen schaden, doch wenn unser gesamtes Selbstverständnis davon abhängt, einen Gegner zu besitzen, sind wir noch immer nicht frei.

Ein freier Mensch kennt seine Identität auch dann, wenn gerade niemand gegen ihn kämpft.

Wir müssen deshalb wieder lernen, einen Menschen nicht zuerst danach zu beurteilen, welchem Lager er angehört, sondern danach, was er erschaffen kann, wie er mit anderen umgeht, ob sein Wort etwas bedeutet, welche Fähigkeiten er besitzt und ob er bereit ist, Verantwortung für sein Volk zu übernehmen. Wir müssen nicht in allem derselben Meinung sein, um gemeinsam etwas Wertvolles aufzubauen, und vielleicht liegt gerade darin eine jener Fähigkeiten, die moderne Gesellschaften dringend zurückgewinnen müssen: Urvertrauen.

Eine freie Welt muß lebendiger sein als das System, das wir überwinden wollen

Und genau hier beginnt etwas, das in vielen politischen sowie gesellschaftlichen Bewegungen beinahe vollständig verloren gegangen ist: die Freude, die pure Hingabe.

Wir müssen wieder lachen können, ohne uns dafür rechtfertigen zu müssen, verspielt sein, albern sein, Musik machen, tanzen, am See sitzen, uns mit Menschen treffen, die wir lieben, Ideen entwickeln, die zunächst vollkommen verrückt erscheinen, und uns daran erinnern, daß Freiheit niemals darin bestehen kann, jeden Tag mit verbissenem Gesicht über das nächste Problem zu sprechen. Wenn unsere Vorstellung von Widerstand genauso grau, ernst, beziehungsweise freudlos aussieht wie jene Welt, die wir kritisieren, dann tragen wir das Gefängnis längst in uns.

Warum sollte eine freie Welt freudlos aussehen?

Wenn Wahrheit ausschließlich Angst erzeugt, fehlt ihr der entscheidende Schritt. Wahrheit muß irgendwann befreien, Räume öffnen, Kreativität freisetzen und einen Menschen aufrichten, anstatt ihn nach jeder neuen Erkenntnis tiefer in Ohnmacht zu drücken. Aufklärung darf nicht beim Satz enden: „Sieh, wie schlimm alles ist“, sondern muß irgendwann sagen: „Jetzt weißt Du es, und nun erschaffe etwas Besseres.“

Genau darin liegt die Verantwortung desjenigen, der erkannt hat. Nicht darin, lebenslang am Rand des Abgrundes zu stehen, damit er jedem Vorbeikommenden erklären kann, wie tief jener Abgrund ist. Irgendwann bauen wir Brücken,  denn die Differenzen zwischen uns wurden erschaffen von Menschen, die an unserem Streit verdienen.

Urvertrauen ist die schöpferische Antwort auf Angst

Eine solche Haltung verlangt Vertrauen, und zwar kein naives Vertrauen darauf, daß schon irgendwie alles gut werden wird, sondern jenes tiefe Urvertrauen, das einen Menschen überhaupt erst befähigt, zu handeln, obwohl niemand ihm den Ausgang garantieren kann. Ein Unternehmen zu gründen, obwohl es scheitern könnte, einen Menschen zu lieben, obwohl Liebe verletzlich macht, eine Gemeinschaft aufzubauen, obwohl Menschen kompliziert sind, ein Buch zu schreiben, obwohl niemand verspricht, daß es gelesen wird, und nach einer Niederlage erneut aufzustehen, obwohl man noch genau weiß, wie weh der letzte Sturz getan hat – darin zeigt sich Urvertrauen.

Schöpferische Menschen besitzen niemals Gewißheit. Sie besitzen Vorstellungskraft, sie beginnen, bevor der Weg vollständig sichtbar ist.

Genau deshalb ist die schöpferische Kraft eines Menschen das Gegenteil jener Angst, mit der gesellschaftliche Systeme so häufig arbeiten, denn Angst fragt ständig, was alles schiefgehen könnte, während Schöpferkraft fragt, was entstehen könnte, wenn wir es trotzdem versuchen.

Demzufolge brauchen wir keine weitere Generation, die ihr gesamtes Leben damit verbringt, jeden Mechanismus des Dunklen bis ins letzte Detail zu studieren. Vielleicht brauchen wir Menschen, die wieder Bäume pflanzen, Unternehmen gründen, Bücher schreiben, Musik erschaffen, Kinder zum eigenständigen Denken erziehen, alte Handwerkskunst erhalten, neue Technologien entwickeln, regionale Produkte herstellen und ihre Heimat nicht als politische Parole betrachten, sondern als lebendige Verantwortung gegenüber dem, was war und dem, was noch entstehen soll.

Wir brauchen Menschen, die wissen, woher sie kommen, ohne deshalb einen anderen Menschen kleiner machen zu müssen, die ihre Sprache, ihre Landschaft, ihre Geschichte, ihr Brauchtum und ihre Vorfahren lieben und gerade aus dieser inneren Sicherheit heraus neugierig genug bleiben, auch die Schönheit anderer Kulturen zu erkennen.

Denn Selbstliebe und Achtung des anderen widersprechen sich nicht. Sie beginnen am selben Ort.

Du bist nicht hier, um ihre Welt zu retten

Vielleicht ist dies die Erkenntnis, die am Ende stehen muß: Du mußt nicht jeden politischen Irrweg korrigieren, nicht jeden Menschen überzeugen, nicht jede Lüge widerlegen, nicht auf jede Provokation reagieren und nicht jeden Kampf annehmen, den irgendeine mediale oder politische Bühne Dir vor die Füße wirft, denn Deine Lebenszeit ist begrenzt und gerade deshalb viel zu wertvoll, um sie vollständig an jene Welt zu verschenken, die Du längst als falsch erkannt hast.

Nimm Deine Aufmerksamkeit zurück, Deine Kreativität, Deine Identität und auch Deine Heimat, nicht indem Du sie einem anderen Menschen entreißt, sondern indem Du sie wieder lebst, indem Du Sprache pflegst, Geschichten weitergibst, Handwerk unterstützt, Bräuche bewahrst und gleichzeitig neue Traditionen erschaffst, indem Du gründest, baust, schreibst, pflanzt, hilfst, liebst, scheiterst und wieder aufstehst.

Erinnere Dich daran, wer Du bist.

Du bist mehr als ein Wähler, mehr als ein Steuerzahler, mehr als ein Konsument, mehr als ein digitales Profil und mehr als eine Nummer innerhalb irgendeiner Statistik. Du bist ein Mensch mit Fähigkeiten, Visionen, Mut, Loyalität,  Wurzeln und einer schöpferischen Kraft, die niemand außer Dir in genau derselben Form besitzt. Vielleicht wurde Dir irgendwann beigebracht, Wurzeln seien rückständig, vielleicht hast Du begonnen, Deine Herkunft nur noch durch die Augen anderer zu betrachten, doch Herkunft, deine Wurzeln sind jener Halt, aus dem überhaupt erst etwas wachsen kann.

Heimat ist keine negative Energie, Heimat ist der Nährboden deines Seins. Und vielleicht beginnt die stille Revolution deshalb weder morgen noch nach der nächsten Wahl und schon gar nicht erst dann, wenn irgendwann alle Menschen verstehen, was wir bereits verstanden haben. Vielleicht beginnt sie heute, in einer scheinbar kleinen Entscheidung, einem Menschen zu helfen, dessen Arbeit man erhalten möchte, ein eigenes Projekt zu beginnen, jemanden anzurufen, den man viel zu lange vergessen hat, eine Idee aufzuschreiben, einen Garten anzulegen, einem Kind eine Geschichte über seine Großeltern zu erzählen oder einfach das Telefon auszuschalten und für einen Augenblick wieder zu spüren, daß dieses Leben mehr ist als eine endlose Abfolge politischer Meldungen.

Aus kleinen Entscheidungen entstehen Gewohnheiten, aus Gewohnheiten Kulturen, aus Vertrauen Gemeinschaften, aus Ideen Unternehmen, aus Traditionen Identität und aus Menschen, die ihre Verantwortung nicht länger vollständig delegieren, entsteht Zukunft. Genau das ist unsere eigentliche Aufgabe: nicht ihre Welt zu retten, sondern unsere eigene zu erschaffen, eine Welt zwischen Herz und Horizont, mit Heimat und schöpferischer Freiheit, mit Rückgrat und Seele, mit Tradition sowie Erfindergeist – mit jener notwendigen Ernsthaftigkeit, die Verantwortung verlangt, aber zugleich mit genügend Verrücktheit, Leichtigkeit und Lebensfreude, damit wir nicht erneut eine graue Ordnung errichten, in der der Mensch am Ende nur funktioniert.

Vielleicht braucht die Zukunft keine weiteren Millionen Menschen, die jeden Tag aufs neue studieren, wie dunkel die Welt geworden ist. Vielleicht braucht sie Menschen, die wieder Licht machen, die lieben können, ohne schwach zu sein, Grenzen besitzen, ohne zu hassen, Heimat empfinden, ohne einem anderen seine Heimat absprechen zu müssen, Wahrheit suchen, ohne von Angst abhängig zu werden, einander tragen, miteinander erschaffen. Die wieder lachen können, weil sie verstanden haben, daß Freiheit niemals dort beginnt, wo irgendeine Obrigkeit sie gewährt, sondern in dem Augenblick, in dem der Mensch sein Denken, seine Lebenszeit, sein Vertrauen und seine schöpferische Kraft wieder selbst in die Hand nimmt.

Dann brauchen wir keinen großen Knall, keine Erlösung von oben und auch keine perfekte Mehrheit. Dann entsteht das Neue längst unter unseren Füßen, still, stark, verwurzelt und schöpferisch. Genau das ist jene Revolution, vor der jedes starre System mehr Angst haben muß als vor tausend wütenden Demonstrationen: nicht, daß wir ihre Welt eines Tages oberflächlich besiegen, sondern daß wir eines Morgens aufwachen, einander ansehen und erkennen, daß wir einfach eine neue Welt erschaffen haben – ohne daß sie mit ihrem starren System etwas dagegen machen konnten.

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Heimatliebender Aktivist, Medienmacher und Politiker! Ein Zitat von Ernst Jünger wurde zum inneren Begleiter: "Zeige mir den Markt der Stadt und ich sage dir, ob dein Volk noch lebendig ist." Friedrich Nietzsche formulierte einst treffend: "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können." Ich habe mich für den Weg der Wahrheit entschieden - aus Liebe zum Eigenen!

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