Es ist ein Zeichen unserer Zeit, daß das Bild der Frau in der Öffentlichkeit zunehmend entkleidet, nivelliert, sexualisiert erscheint. Was einst noch als Ausdruck von Würde, Zurückhaltung und geheimnisvoller Kraft galt, wird heute im grellen Licht der sozialen Medien zur Ware, zum Markenzeichen, zum strategisch eingesetzten Körperteil. Nie zuvor waren Bilder und Videos von jungen Frauen derart präsent, so offenherzig, so unästhetisch – und nie zuvor war die Distanz zur eigenen Würde, zur Tiefe des eigenen Wesens so spürbar wie heute. Diese Entwicklung vollzieht sich nicht zufällig, sondern ist das Resultat eines tiefgreifenden Werteverfalls, einer kulturellen Umkehrung, die ihren sichtbarsten Ausdruck im Alltag der Jugend, in Werbung, Musik und auf digitalen Plattformen wie Instagram, TikTok und OnlyFans findet.
Joachim Sondern
Die Entwicklung der Sexualisierung seit den 1960ern
Um zu begreifen, wie es zur allgegenwärtigen Sexualisierung des Frauenbildes kam, muß man die Geschichte unseres Volkes nach dem Zweiten Weltkrieg in den Blick nehmen. Die sechziger Jahre galten als Zeit der „sexuellen Revolution“ – eine Epoche, in der vermeintliche Befreiung von Sitte, Brauchtum und überlieferten Geschlechterrollen als Fortschritt gefeiert wurde. Die Frau sollte sich, so hieß es, endlich selbst verwirklichen dürfen; alte Tabus wurden gebrochen, der Körper entblößt, Lust und Selbstbestimmung zum höchsten Gut erhoben. Doch von Beginn an war diese Bewegung gespalten: Während einige Frauen tatsächlich für Familie und für den Erhalt der traditionellen Weiblichkeit stritten, wurde auf der anderen Seite eine gezielte Entwurzelung in Gang gesetzt – aus der trügerischen „Befreiung“ erwuchs der Ausverkauf.
Immer mehr weibliche Körper dienten nicht mehr dem Leben, der Mutterschaft oder dem Gemeinschaftswesen, sondern wurden zur beliebigen Ware, zum Konsumgut, zur Projektionsfläche all jener Sehnsüchte gemacht, die eine entwurzelte Gesellschaft nicht mehr in echten Bindungen, sondern nur noch im Ersatz suchen konnte. Schon in den siebziger und achtziger Jahren waren es Werbeindustrie, Musik und Film, die den Frauenkörper entheiligten, ihn zerlegten, sexualisierten und zur immer grelleren Schau stellten. Es war kein Zufall, sondern eine orchestrierte Entwicklung, die tief an der Substanz unseres Volkes und seiner kulturellen Ordnung fraß.
Zahlen untermauern diesen Prozeß. Eine Analyse der Zeitschrift Spiegel Geschichte aus dem Jahre 2021 zeigt, daß bereits in den achtziger Jahren annähernd siebzig Prozent aller Werbeanzeigen mit „sexuell aufgeladenen“ Frauen arbeiteten – eine Tendenz, die sich seitdem nahezu ungebremst fortsetzte. Heutzutage ist das Bild der halbnackten, grell geschminkten, nach Einheitsmaßstäben inszenierten jungen Frau aus Mode, Kosmetik, Musik und Sport nicht mehr wegzudenken – der eigentliche Sinn von Schönheit, Würde sowie Anstand wurde systematisch verdrängt.
Mit dem Siegeszug der digitalen Medien hat sich diese Entwicklung noch ins Absurde gesteigert: Laut einer Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts aus dem Jahre 2022 nutzen über achtzig Prozent der Mädchen zwischen 13 und 19 Jahren Instagram täglich. Nahezu jedes dritte Mädchen berichtet, sich durch die dort gezeigten Körper- und Schönheitsbilder unter massiven Druck gesetzt zu fühlen; über vierzig Prozent geben an, konkrete Nachahmungswünsche und wachsende Unsicherheiten bezüglich ihres Aussehens und ihrer eigenen Sexualität zu empfinden.
Was hier geschieht, ist nicht nur der Verlust von Maß, von Scham, von Zurückhaltung – es ist der sichtbare Ausdruck eines tiefgreifenden Angriffs auf das Selbstverständnis unseres Volkes, auf die Wurzeln von Weiblichkeit, Familie und Gemeinschaft. Je enthemmter und marktgängiger der Frauenkörper gemacht wird, desto größer wird die innere Leere, der geistige und seelische Hunger nach Echtheit, Geborgenheit, Sinn. Die Entfremdung der Frau von sich selbst und ihrem wahren Wert ist nur ein Spiegel der allgemeinen Entwurzelung, der uns als Volk, als Kultur und als Menschheit den Boden unter den Füßen nimmt.
Die Rolle der Medien – Von Vorbildern zu „Influencern“
Es ist mitnichten ein Zufall, sondern gezielte Strategie, daß der Begriff „Influencer“ heute den Alltag der Jugend dominiert. Wo früher Familie, Sippe, Dorfgemeinschaft und echte Vorbilder den Charakter prägten, sind junge Frauen nun dem kalten, anonymen Diktat medialer Bilderwelten ausgeliefert. Die Bande zur Wirklichkeit, zu Elternhaus und Heimat werden gekappt – an ihre Stelle treten künstliche, unerreichbare Ikonen: Models, Popsternchen, sogenannte Internet-Stars und nicht zuletzt Pornodarstellerinnen, deren Dasein sich einzig und allein auf die möglichst gewinnbringende Zurschaustellung des eigenen Körpers gründet. Die Verführungskraft, welche diesen Gestalten innewohnt, speist sich nicht aus Geist, Tugend oder Wahrhaftigkeit, sondern aus der perfiden Psychologie einer Industrie, die nichts anderes will als Konsum, Abhängigkeit und seelische Entwurzelung.
Was in den fünfziger und sechziger Jahren noch als Ideal von Anmut, Bildung und Charakter gegolten hatte – Namen wie Ingrid Bergman oder gar Romy Schneider stehen bis heute als Symbol für Würde, innere Größe und Stil – wurde Schritt für Schritt durch ein Bild ersetzt, das dem Zeitgeist der Vermarktung, des immerwährenden Reizes, der sexuellen Dauerpräsenz und der völligen Enthemmung dient. Heute gelten künstlich aufpolierte, chirurgisch veränderte, im Netz allgegenwärtige Körper als Maß aller Dinge. Es ist ein Wandel, der nicht aus dem Volke, aus organischer Entwicklung hervorging, sondern einer über Jahre hinweg orchestrierten Umerziehung entspringt – getragen und gefördert von den großen Medienhäusern, Werbeagenturen und den Architekten einer globalistischen, entseelten Konsumgesellschaft.
Die Medien sind in dieser Entwicklung nicht Zuschauer, sondern die Hauptverantwortlichen. Sie lenken, was als „modern“, „schön“ oder „normal“ zu gelten hat. Tag für Tag werden den jungen Menschen über Serien, Castingshows, Musikvideos, Werbeblöcke und Sozialplattformen jene Bilder und Muster eingehämmert, die das Denken, Empfinden und schließlich das Selbstbild grundlegend formen und zerstören. Psychologische Mechanismen – gezielte Wiederholung, emotionale Reizüberflutung, subtile Sexualisierung, Gruppenzwang – sorgen dafür, daß die Schwelle des Anstandes immer weiter sinkt. Ein Leben, das sich diesem Strom nicht beugt, gilt bald schon als altmodisch, abweichend, ja feindlich.
Bezeichnend ist, daß selbst öffentlich-rechtliche Programme – einst zumindest frei von Verrohung und seelische Verwahrlosung – heute mit immer offeneren Tabubrüchen, sexuellen Anspielungen und Grenzverwischungen locken. Laut einer Analyse des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest aus dem Jahre 2021 hat sich die Zahl der offen sexualisierten Darstellungen weiblicher Figuren in Fernsehformaten seit 2000 mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung ist kein Naturgesetz, sondern Ausdruck einer Agenda, die darauf abzielt, das Gewachsene, das Eigene, das Bindende und Stärkende zu zersetzen – um an seine Stelle das rastlose, entwurzelte, sich stets neu erfindende Konsumwesen zu setzen, das keine Heimat, keine Geschichte und keine Scham mehr kennt.
Wer dies erkennt, der sieht: Der Angriff auf die Weiblichkeit ist Teil eines viel umfassenderen Angriffs auf das Volk, die Familie und jede Form echter Gemeinschaft. Die Medien sind die mächtigsten Waffen im Kampf um die Seelen der kommenden Generationen – und sie wenden sie Tag für Tag mit psychologischer Raffinesse, Skrupellosigkeit als auch perfider Zielstrebigkeit gegen unser Volk.
Feminismus, Porno-Industrie und Gender-Mainstreaming
Ein besonderer Schatten fällt auf das unheilvolle Bündnis von Feminismus, Porno-Industrie sowie dem staatlich geförderten Gender Mainstreaming. Was zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Kampf für Würde, Selbstachtung und weibliche Solidarität begann, ist spätestens seit den neunziger Jahren von der Kommerzialisierung weiblicher Sexualität überrollt und von einer Ideologie durchsetzt, die den Menschen zur geschlechtslosen, beliebig verfügbaren, jederzeit austauschbaren Hülle machen will. Die feministische Bewegung selbst zerbrach daran: Während ein kleiner Teil weiterhin auf echte Werte pochte, wurde der Mainstream zur Speerspitze der sogenannten „Sex-Positivity“, die jede Form der Selbstvermarktung, Enthemmung und öffentlichen Zurschaustellung als Emanzipation feierte – ungeachtet aller seelischen Folgen.
Die Pornoindustrie hat sich dieser Entwicklung skrupellos bemächtigt. Zahlen aus dem Jahre 2023 belegen: Der Anteil weiblicher Darstellerinnen unter fünfundzwanzig liegt bei annähernd sechzig Prozent. Über siebzig Prozent aller Inhalte auf Plattformen wie Pornhub werden von Nutzerinnen unter fünfunddreißig konsumiert oder hochgeladen, meist im Namen angeblicher Selbstverwirklichung und Freiheit. Doch der Preis ist hoch: Studien wie jene der US-amerikanischen Psychologin Gail Dines („Pornland“, 2010) zeigen, daß gerade junge Frauen nach Konsum beziehungsweise Teilnahme an solchen Darstellungen einen massiven Anstieg von Unsicherheit, Angst, Depression sowie Selbstentfremdung erleben. Das Versprechen von Befreiung entpuppt sich als raffinierte Knechtschaft.
Mit der Ausbreitung des Gender Mainstreamings wird diese Dynamik weiter verschärft. Der Staat selbst fördert heute, getrieben von globalistischen Netzwerken, eine Pädagogik, die Kinder so früh wie möglich mit Sexualität, Oberflächlichkeit und Bindungslosigkeit konfrontiert. Die Perversion der „Frühsexualisierung“, in Schulen und Kindergärten längst Realität, raubt unseren Kindern die natürliche Scham, das Gespür für das Heilige, den Schutzraum der Unschuld, die Kindheit im Gesamten. So wächst eine Generation heran, die Bindung, Liebe und Verläßlichkeit gar nicht mehr erfahren kann.
Besonders verhängnisvoll ist die Verknüpfung von Pornographie und Gewalt: Was als harmloser Zeitvertreib propagiert wird, ist in Wahrheit ein mächtiges Werkzeug zur Zerstörung von Mitgefühl, Empathie, Treue und echter Liebesfähigkeit. Der Sexakt wird in der Wahrnehmung immer häufiger mit Dominanz, Gewalt, Demütigung und roher Bedürfnisbefriedigung verknüpft – und zwar bei Frauen wie Männern. Die Sehnsucht nach loyaler Bindung, nach beständigem Halt, nach Treue wie auch Geborgenheit wird systematisch untergraben. Es wird nicht mehr für eine Beziehung gearbeitet, es wird nicht mehr geworben, gehalten, gepflegt – stattdessen herrscht das flüchtige, egozentrische Begehren nach dem nächsten „Kick“, nach dem Austausch, dem Vergleich, dem immerwährenden Konsum. Frauen holen sich stetig neue Liebhaber, messen sie offen an Ausdauer und Technik, während der Mann zum Instrument, zur Trophäe, zum austauschbaren Statisten im Drama einer entwurzelten Gesellschaft degradiert wird.
Was daraus folgt, ist eine ganze Generation, die die Fähigkeit zur Bindung, zum Opfer, zur geduldigen Hingabe, zur echten Liebe verliert – und damit das eigene Menschsein, ja das Überleben des Volkes auf Spiel setzt. Denn eines bleibt immer wahr: Ohne loyale Bindung, ohne Heimat, ohne echte Liebe kann der Mensch – ob Frau oder Mann – nicht auf Dauer lebensfähig bleiben.
Auswirkungen auf das Selbstbild
Was als gesellschaftlicher Fortschritt gepriesen wird, entpuppt sich für zahllose Mädchen und junge Frauen als Weg in ein Labyrinth aus Unsicherheit, Schamlosigkeit sowie innerer Vereinsamung. Heute werden bereits Kinder – noch weit vor der Reife – mit Bildern, Rollenerwartungen und einem Konkurrenzkampf konfrontiert, der alle Dimensionen des natürlichen Daseins sprengt. Die Psychologin Dr. Caroline Heldman stellte 2016 fest, daß selbst Grundschülerinnen den Wunsch äußern, „sexy“ und auffällig zu wirken, da sie sehr früh erfahren, daß Bestätigung, Zugehörigkeit und Erfolg fast ausschließlich über das Aussehen, die Zahl der Likes, das digitale Gesehenwerden verlaufen. Der einst schützende Mantel der Scham, der die Würde hütete und Intimität bewahrte, ist einer scharfen Kälte gewichen: Der Angst, nicht zu genügen, nicht begehrenswert oder sichtbar zu sein, wächst zur ständigen Last heran.
Doch dieser Absturz in die Oberflächlichkeit ist keine Notwendigkeit, sondern das Ergebnis eines radikalen Bruchs mit der überlieferten Ordnung. Der Vergleich mit den Frauen der Zwanziger bis Fünfziger Jahre offenbart, wie rasant der Werteverfall tatsächlich verlief. Die junge Frau der Zwanziger Jahre, gleichsam aufbegehrend wie neugierig, erkämpfte sich Freiheiten im Alltag, suchte Bildung, wirkte im Vereinsleben, blieb jedoch fast immer eingebettet in Sitte, Ehre als auch das Bewußtsein um ihre Rolle als Trägerin des Lebens. In den Dreißigern und Vierziger Jahren, besonders während der Zeit der Nationalsozialisten, erhielt die Weiblichkeit eine ganz eigene Prägung: Mutter, Hüterin der Gemeinschaft, Säule der Volksgesundheit, Gefährtin und Inspiratorin zugleich. Die Frau galt als kostbarer Schatz, als schützenswertes Gut, als Herz der Sippe und des Volkes – ihre Aufgabe war nicht auf den Haushalt beschränkt, sondern durchdrang alle Bereiche des gesellschaftlichen, geistigen Lebens. Das „Ehrenkreuz der deutschen Mutter“, die „Muttertage“, die Förderung von Ehestandsdarlehen, Mutterschulen und die öffentliche Anerkennung weiblicher Kraft, all das zeugte von einer Zeit, in der Weiblichkeit als tragende Säule, als Zukunftspotential des Volkes verehrt und gefördert wurde.
Auch in den Nachkriegsjahren – in den Fünfzigern – lebte trotz Not, inmitten des Umbruchs jene Grundhaltung fort: Scham war Zeichen von Stolz, das eigene Wesen wurde nicht leichtfertig entblößt, sondern behütet, die Nähe suchte sich im Gespräch, im gemeinsamen Tun, im Ringen um gegenseitigen Respekt.
Im Gespräch mit Zeitzeuginnen aus diesen Jahrzehnten wird der Bruch der Gegenwart besonders deutlich. Eine Frau, Jahrgang 1930, schildert: „Unsere Freiheit war geprägt von Verantwortung. Wir konnten fröhlich sein, auch mutig, aber das Wertvollste blieb unser Geheimnis, unser Stolz. Die Männer achteten uns, weil wir Maß hielten, weil wir nicht mit jedem Blick preisgaben, was uns heilig war.“ Eine andere, aufgewachsen in den fünfziger Jahren, berichtet: „Wir suchten die Nähe im echten Austausch, nicht in der Schau. Heute zählt der schnelle Beifall, das flüchtige Bild – aber Tiefe, Charakter, echte Begegnung gehen verloren.“
Die neue Zeit bringt Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Wesen, dem Wert des Körpers, der Kraft des Geheimnisses. Was als „Selbstliebe“ verkauft wird, ist allzu oft eine Verzweiflung, die sich hinter Posen und künstlichem Lächeln verbirgt. Der Verlust echter Werte, die Entwertung der Weiblichkeit, der Raub von Scham sowie Anstand – sie alle sind der Preis für den schnellen Applaus, für das Vergessen dessen, was einst das Herz unseres Volkes prägte.
Der Weg zurück zu echten Werten – Nein zur Sexualisierung
Was wir heute erleben, ist nicht bloß das Symptom einer Gesellschaft, die den Draht zu ihrem eigenen Herzen gekappt hat, sondern das Fieber eines schwer erkrankten Volkskörpers. Die Sexualisierung der Frau, ihr ständiger Ausverkauf im Schaufenster der sozialen Medien, ist das dunkle Vorzeichen einer Epoche, die jede Wurzel, jedes Heilige, jedes Maß beseitigt hat. Doch hinter dieser grellen Entblößung lodert eine Sehnsucht, die sich nicht mit Bildern, nicht mit Klicks, nicht mit digitalem Beifall stillen läßt – es ist die uralte Sehnsucht nach Bindung, nach Anerkennung, nach echter Geborgenheit, nach Heimat in sich selbst und im Anderen.
Die Antwort auf diesen Werteverfall liegt nicht in immer neuen Entgrenzungen, nicht im schrillen Überbieten der Beliebigkeit, nicht im Aufgeben der letzten Scham. Sie liegt im Mut zur Rückkehr. Im Mut, sich auf das Geheimnisvolle, das Maßvolle, das Wahrhaftige einzulassen. In der Erkenntnis, daß Würde mehr ist als sichtbare Oberfläche; daß wahre Schönheit aus dem Innersten quillt und nicht käuflich, nicht abrufbar, nicht verhandelbar ist.
Was unsere Töchter heute brauchen, ist nicht das nächste Vorbild im Netz, nicht der Applaus für die entblößte Hülle, sondern die tiefe Erfahrung echter Gemeinschaft, lebendiger Bindung, gelebter Werte. Es sind Mutter, Großmutter, Freundin, Sippe, die ihnen den Schatz des Weiblichen, die Kraft der Scham, den Wert des eigenen Leibes vermitteln. Erst wenn wir als Volk begreifen, daß Charakter, Geheimnis, Tiefe und Ehre mehr bedeuten als flüchtige Aufmerksamkeit, kann ein neues Frauenbild erstehen – eines, das den Körper achtet, ohne ihn feilzubieten; das Schönheit feiert, ohne sie auf den bloßen Reiz zu reduzieren; das Nähe schenkt, ohne Intimität zu verraten.
Es ist an der Zeit, das Heilige wieder zu suchen, das Identitätsbewusstsein, das Maß, die innere Ordnung zu erneuern, die allein Würde wachsen läßt. Denn nur dort, wo Weiblichkeit geehrt, gehalten, gehütet wird, kann das Volk bestehen – kann Heilung beginnen, kann Zukunft entstehen. Möge unser Zeitalter den Mut finden, aus dem Rausch der Gleichgültigkeit zu erwachen und den Ruf nach Echtheit, Tiefe und wahrer Weiblichkeit wieder zu hören.
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