Wir schaffen das… – eigene Volk ab

Die politische Parole, mit der Verantwortung ausgelagert und Realität entsorgt wurde

Es ist ein Satz von fortdauernder Wucht. Vier Worte, gesprochen mit jener beruhigenden Selbstverständlichkeit, die nur jene besitzen, die niemals selbst die Rechnung bezahlen. „Wir schaffen das.“ Ein Satz, der Trost vorgibt, Verantwortung simuliert sowie Führung mimt. In Wahrheit ist er der Kern einer politischen Grammatik, die bis heute gilt: Hoffnung als Beruhigungsmittel, Moral als Keule, Realität als Störsignal. Was hier entsteht, ist kein „Wir“, sondern ein System, in dem stets dieselben tragen, während andere offen antideutsch handeln und sich dabei auch noch moralisch überlegen fühlen.

Denn dieses „Wir“ ist von Beginn an selektiv. Es meint nicht den Handwerker, der morgens um fünf aufsteht, nicht die Pflegekraft im Dreischichtbetrieb, nicht die Eltern, die zwischen Arbeit, Betreuung, Formularen sowie schlechtem Gewissen zerrieben werden. Dieses „Wir“ ist ein rhetorisches Phantom, ein Platzhalter für eine politische Kaste, die glaubt, Politik sei ein Renditespiel ohne Konsequenzen. Geschafft wird viel – nur nicht für jene, in deren Namen man ununterbrochen spricht, dem deutschen Volk.

  Joachim Sondern

„Wir schaffen das“ heißt in der Praxis bis heute: Ihr zahlt, verzichtet gefälligst auf alles und haltet alles aus – ihr seid gefälligst solidarisch, gebt der Welt, was sie verlangt. Und sobald Ihr fragt, wofür eigentlich, seid Ihr Verschwörungstheoretiker, Rechtsextreme, Staatsfeinde oder zumindest problematisch. Solidarität ist eine Einbahnstraße, Mitgefühl eine staatlich verordnete Pflichtübung, Kritik ein Verdachtsfall für den Verfassungsschutz. Wer nicht jubelt, gilt als unsolidarisch; wer zweifelt, als gefährlich; wer Konsequenzen benennt, als Antidemokrat. So funktioniert die Maulkorbdemokratie der BRD-Phantasten.

Geschafft wird vor allem eines: die systematische, gewollte Überforderung der eigenen Bevölkerung. Wohnraum ist knapp, Schulen kollabieren, Verwaltungen versagen, soziale Netze reißen. Doch anstatt Ursachen zu benennen, erklärt man das eigene Volk zum Problem. Überforderung heißt „Herausforderung“, Kontrollverlust wird zur „Chance“, sozialer Abstieg zur „Transformation“. Sprache dient als Nebelwerfer. Und während der Nebel dichter wird, verschwinden Verantwortung sowie Haftung vollständig – sofern sie für politische Marionetten im BRD-System jemals existiert haben.

Familien schaffen es längst nicht mehr. Zwei Einkommen reichen kaum, ein würdevolles Leben ist zur Illusion geworden. Kinder gelten als logistischer Störfaktor, Eltern als Bittsteller, Großeltern als Ausfallbürgen eines kaputten Systems. Wer heute Nachwuchs wagt, tut dies gegen den Staat, nicht mit ihm. Daran ändert sich nichts – es wird schlimmer. Der Offenbarungseid wird nicht eingestanden, stattdessen erklärt man die deutsche Familie zum Ballast der Republik. Außer sie kommt illegal aus dem Ausland, dann ist sie willkommen, förderwürdig, schützenswert. Geld ist reichlich vorhanden – nur nicht für Deutsche.

Auch Leistung wird erfolgreich umgedeutet. Wer arbeitet, zahlt, zahlt und zahlt. Wer nichts leistet, wird alimentiert. Wer Steine wirft, erhält Förderung. Wer das hinterfragt, landet im Verdachtsregister des Inlandgeheimdienstes. Leistung lohnt sich nicht mehr, sie verpflichtet nur dem Establishment zu dienen – wie ein Sklave.

„Wir schaffen das“ ist längst keine reine Parole mehr, sondern eine Drohung. Sie bedeutet: Es wird durchgezogen, egal was es kostet, egal wen es trifft, egal wie tief die Risse gehen. Wer nicht mehr kann, hat falsch priorisiert. Burnout gilt als persönliche Schwäche, Existenzangst als Anpassungsproblem, Heimatverlust als Einbildung. Das System irrt nie – nur der Mensch.

Und ja, man schafft tatsächlich etwas. Man schafft Vertrauen ab, verhindert Planungssicherheit und Zusammenhalt. Man schafft die Illusion ab, daß Politik dem Gemeinwohl verpflichtet sei. Man schafft das Gefühl ab, Teil eines Ganzen zu sein. Zurück bleibt ein erschöpftes Volk, das weiterhin mit Parolen gefüttert wird, während seine Substanz verzehrt wird. „Wir schaffen das“ war nie ein Versprechen. Es war eine Ankündigung. Und gemeint ist in Wahrheit: Wir schaffen das deutsche Volk ab.

Wenn Politik beginnt, in „Wir“ zu sprechen, muß man sehr genau hinschauen, wer dieses Wir sein soll. Denn allzu oft heißt es nichts anderes als: Ihr seid unsere hörigen Sklaven.

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Heimatliebender Aktivist, Medienmacher und Politiker! Ein Zitat von Ernst Jünger wurde zum inneren Begleiter: "Zeige mir den Markt der Stadt und ich sage dir, ob dein Volk noch lebendig ist." Friedrich Nietzsche formulierte einst treffend: "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können." Ich habe mich für den Weg der Wahrheit entschieden - aus Liebe zum Eigenen!

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