Wenn geistige Alternativen schon Verbrechen sind: Das Gesicht der modernen Diktatur

Wenn der Staat das Denken knebelt

Ein Staat zeigt sein wahres Wesen nicht in seinen Sonntagsreden, sondern in dem, was er fürchtet. Fürchtet er freie Rede, so ist er ein Zensor. Fürchtet er offenes Denken, so ist er ein Tyrann. Fürchtet er gar schon die bloße Möglichkeit einer geistigen Alternative, so entlarvt er sich als Diktatur im reinsten Sinne des Wortes. Denn ein Gemeinwesen, das auf Wahrheit und Recht gründet, muß den freien Gedanken nicht bannen; nur eine Macht, die auf Lüge gebaut ist, kann sich nur durch Verbot und Strafe behaupten.

  Joachim Sondern

Die Geschichte lehrt uns, daß jede Ordnung, die ihre Deutung mit Paragraphen schützt, im Grunde schwach ist. Das Römische Reich zerfiel nicht an seinen Feinden, sondern an innerer Verwesung; die Inquisition verbrannte Ketzer nicht, weil sie stark im Glauben war, sondern weil sie schwach im Geiste war. Heute ist es nicht mehr der Scheiterhaufen, sondern das Strafgesetzbuch, das Menschen, die anders denken, zu Ausgestoßenen erklärt. Man nennt es „wehrhafte Demokratie“ – doch in Wahrheit ist es eine Demokratie, die sich vor jedem wahren Wort fürchtet, weshalb sie „wehrhaft“ nur im Sinne der Unterdrückung ist.

Wenn schon das Fragen Verbrechen ist, wenn Zweifel als „Hass“ gebrandmarkt werden, wenn das Suchen nach Wahrheit in den Kerker führt, dann haben wir es mit keiner Demokratie, sondern mit einer modernen Form der Diktatur zu tun – der Diktatur des Narrativs. Man verbietet nicht Mord, nicht Diebstahl, nicht Verrat – sondern man verbietet das freie Deuten der Geschichte, die freie Sicht auf Vergangenheit sowie Gegenwart. Damit erklärt der Staat selbst: Wir sind Täter, wir haben etwas zu verbergen, wir dulden keine Aufklärung.

Man darf heute alles sagen – daß zwei Männer ein „Ehepaar“ seien, daß das Volk austauschbar sei, daß Kriege „humanitär“ seien, daß Technik wichtiger sei als Natur. Alles dies ist erlaubt, ja erwünscht. Doch wehe, man spricht vom Eigenen, vom Volk, von Heimat, von der Wahrheit hinter den Lügen der Sieger: Dann erwacht die Staatsmacht, dann heißt es „Verdachtsfall“, „Gefährder“, „Extremist“. Das beweist nicht Stärke, sondern Ohnmacht. Denn wo Wahrheit regiert, braucht es keine Angst vor Fragen. Nur die Lüge muß schweigen machen.

Wer geistige Alternativen zum herrschenden System schon als Verbrechen wertet, erhebt das System zur Religion. Es ist nicht mehr Politik, es ist Dogma. Der Bürger ist kein freier Mensch mehr, sondern ein Gläubiger einer Staatskirche, in der die „Heiligen“ und „Opfer“ vorgeschrieben sind, in der Zweifel an den Dogmen zur Ketzerei erklärt wird. Man nennt es „Demokratie“, doch in Wahrheit ist es eine Theokratie ohne Gott – eine Herrschaft, die den Mythos der Sieger anbetet, statt der Wahrheit des Volkes zu dienen.

Ein solcher Staat ist totalitär, selbst wenn er Parlamente hat; er ist Tyrannis, auch wenn er Wahlen kennt; er ist Unrechtsstaat, auch wenn er Gerichte unterhält. Denn Recht ohne Wahrheit ist kein Recht, sondern Werkzeug der Macht. Freiheit ohne die Möglichkeit, das Narrativ zu prüfen, ist keine Freiheit, sondern Dressur.

Wer also die bloße geistige Alternative schon verfolgt, stellt sich außerhalb des Rechtes. Er zeigt, daß er kein Diener der Gemeinschaft ist, sondern ihr Zuchtmeister. Er ist Feind nicht nur der Wahrheit, sondern auch des Menschen, denn ohne Denken keine Würde, ohne Wahrheit keine Freiheit, ohne Freiheit kein Volk.

Darum sei es klar gesagt: Ein Staat, der geistige Alternativen verbietet, ist nichts anderes als eine moderne Diktatur, getarnt im Gewande der scheinheiligen Demokratie. Er lebt nicht aus Stärke, sondern aus Angst, nicht aus Wahrheit, sondern aus Lüge. Er ist nicht Hüter, sondern Besatzer.

Und jeder, der dennoch den Mut hat, frei zu denken, beweist, daß der Mensch größer ist als das System.

Hier noch zwei ergänzende Informationsdokumente für Aktivisten im PDF-Format:

Vom Prüffall zum Staatsfeind

Die geistige Diktatur und die Religion der Siegermacht

 

Über Joachim Sondern 115 Artikel
Heimatliebender Aktivist, Medienmacher und Politiker! Ein Zitat von Ernst Jünger wurde zum inneren Begleiter: "Zeige mir den Markt der Stadt und ich sage dir, ob dein Volk noch lebendig ist." Friedrich Nietzsche formulierte einst treffend: "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können." Ich habe mich für den Weg der Wahrheit entschieden - aus Liebe zum Eigenen!

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