Wer die Geschichte verbietet, bekennt sich als Täter

Warum Zensur nicht Wahrheit schützt, sondern Schuld verschleiert

Seit jeher ist Geschichte nicht nur die Aufzeichnung vergangener Tage, sondern ein Machtinstrument. Sie ist das Fundament, auf dem Völker ihr Selbstverständniß errichten, sie ist der Spiegel, in dem sich die Gegenwart erkennt, sowie der Boden, aus dem Zukunft erwächst. Wer die Deutung der Geschichte beherrscht, der lenkt die Seelen der Menschen, der bestimmt, was sie glauben, wie sie fühlen, wen sie lieben und wen sie hassen sollen.

  Joachim Sondern

Darum ist es kein Zufall, daß in der heutigen Welt nicht bloß diskutiert, sondern vorgeschrieben wird, wie Geschichte zu sehen sei. Es ist kein Streit der Gelehrten mehr, kein offenes Ringen um Quellen, Deutungen, Perspektiven – sondern ein kodifiziertes Dogma, durch Gesetze gestützt, durch Medien täglich repetiert, durch Strafen abgesichert. Dies allein entlarvt das Ganze: Denn Wahrheit braucht keine Mauern, sie trägt sich aus sich selbst. Nur die Lüge verlangt den Bann, nur die Fälschung den Paragraphen, nur der Täter die Zensur.

Man behauptet, die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ zu schützen, indem man Freiheit raubt; man verkündet, man wolle „die Opfer ehren“, indem man Nachfragen verbietet. Doch in Wahrheit schützt man nicht Opfer, sondern Täter; man ehrt nicht Wahrheit, sondern Fälschung. Jeder Mensch, der sich mit offenen Augen in die Archive begeben hat, weiß: Geschichte ist niemals ein monolithischer Block, sie ist ein Gewebe aus Quellen, Stimmen, Widersprüchen. Wenn ein Staat aber den Anspruch erhebt, daß nur eine einzige Sichtweise gültig sei, dann erhebt er sich selbst über die Geschichte – und damit zum Richter über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Gerade hier offenbart sich der Kern der Unfreiheit: Wenn Denken schon Verdacht ist, wenn Zweifel schon Verbrechen, wenn Fragen schon strafbar, dann lebt man nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einer Diktatur der Sieger. Man kann Bücher indizieren, man kann Menschen einsperren, weil sie nicht dem erlaubten Kanon folgen – doch was man damit wirklich beweist, ist die eigene Schuld. Denn wer nichts zu verbergen hat, läßt jede Prüfung zu. Wer aber das Prüfen verbietet, hat Angst vor dem Urteil.

Daß wir in diesem Zustand leben, ist keine abstrakte Feststellung, sondern tägliche Erfahrung. Man kann in Talkshows über alles lachen, spotten, auch die Religion der Väter verspotten, ja sogar bewiesene Wahrheiten leugnen; man kann Pornographie verherrlichen, Krieg als Notwendigkeit predigen, die Zerstörung der Natur rechtfertigen – alles unter dem Banner der „Meinungsfreiheit“. Doch wehe, man wagt, die Geschichte unseres Volkes anders zu sehen als vorgeschrieben: Schon ist man „Revisionist“, „Gefährder“, „Verdachtsfall“.

Doch seien wir ehrlich: Was ist ein „Revisionist“ anderes als ein Historiker, der prüft, der revidiert, der neu bewertet? Jede wissenschaftliche Arbeit lebt von Revision. Ohne Revision gäbe es keinen Fortschritt, keine Wahrheit, keine Wissenschaft. Daß gerade dieser Begriff nun als Schimpfwort benutzt wird, zeigt, wie sehr wir im Bann einer antideutschen Ideologie stehen, die nicht mehr denkt, sondern nur noch verordnet.

Es geht dabei nicht um eine Verteidigung des Vergangenen um jeden Preis. Es geht nicht darum, Fehler zu leugnen oder Helden zu erfinden. Es geht allein darum, das Recht des Menschen auf freien Blick, auf eigenes Urteil, auf innere Wahrhaftigkeit zu verteidigen. Wer die Geschichte verbietet, raubt dem Menschen sein Menschsein. Denn die Würde des Menschen gründet darin, daß er sich erinnern, prüfen, deuten darf. Ohne Erinnerung kein Selbst; ohne Deutung keine Freiheit; ohne Freiheit keine Würde.

Der Satz „Wer Geschichte verbietet, bekennt sich als Täter“ ist darum mehr als eine Parole – er ist ein unerschütterliches Gesetz der Wahrheit. Er ist die klare Folgerung aus dem, was jeder sieht, wenn er hinter die Mauern des offiziellen Narrativs blickt. Die Täter von gestern, die heute ihre Macht mit moralischer Überhöhung sichern wollen, fürchten nichts so sehr wie die freie Rede. Denn diese freie Rede reißt den Schleier weg, sie entblößt die Widersprüche, sie entlarvt die Zensur als das, was sie ist: ein Bekenntniß zur eigenen Schuld.

Wir leben in einer Zeit, da die Menschen zwischen Bildschirmen und Parolen taumeln, gefangen in einem Netz aus Lügen. Umso wichtiger ist es, das Schwert des aufrechten Wortes zu erheben. Nicht, um zu zerstören, sondern um zu befreien. Nicht, um Haß zu säen, sondern um Wahrheit zu suchen. Gewalt ist nicht der Weg, wohl aber das offene Wort. Wer glaubt, durch Schweigen Frieden zu wahren, irrt. Frieden erwächst nur aus Wahrheit.

Darum, Brüder und Schwestern: Laßt uns nicht fürchten, was verboten ist. Laßt uns nicht schweigen, wo man uns zum Schweigen zwingen will. Laßt uns vielmehr das Recht auf Wahrheit verteidigen, auch wenn es uns teuer zu stehen kommt. Denn wenn wir das nicht tun, wenn wir uns beugen, dann wird unser Volk nicht nur die Vergangenheit verlieren, sondern auch die Zukunft. Für die Ehre unserer Väter und Großväter!

Wer Geschichte verbietet, bekennt sich als Täter.
Doch wer sie frei spricht, bekennt sich zur Wahrheit seines Volkes.

Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit kann von alleine aufrecht stehen!

Über Joachim Sondern 105 Artikel
Heimatliebender Aktivist, Medienmacher und Politiker! Ein Zitat von Ernst Jünger wurde zum inneren Begleiter: "Zeige mir den Markt der Stadt und ich sage dir, ob dein Volk noch lebendig ist." Friedrich Nietzsche formulierte einst treffend: "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können." Ich habe mich für den Weg der Wahrheit entschieden - aus Liebe zum Eigenen!

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