Das Schicksal deutscher Kriegsgefangener: Vergessen und verraten von den Scheindemokraten

Zwangsarbeit, Hunger, Tod – das Schicksal deutscher Kriegsgefangener nach dem Krieg

Während noch Flammen durch die Straßenzüge deutscher Städte jagten, während Kinderleiber in Kellern verglühten und Mütter ihre toten Säuglinge aus dem Schutt zogen, bereitete sich im Schatten jenes sogenannten Friedens bereits das nächste Kapitel der Barbarei vor. Es war kein Friedensakt, sondern ein Nachkriegskrieg – einer, der nicht mehr mit Bomben, sondern mit Hunger, Demütigung und Schweigen geführt wurde.

  Joachim Sondern

Ein Krieg gegen jene, die überlebt hatten. Mehr als elf Millionen deutsche Soldaten, ein Heer aus Vätern, Söhnen, Brüdern, aus Bauern, Handwerkern und Lehrlingen, gerieten in den letzten Monaten des Krieges in die Hände der Alliierten. Für unzählige war dies nicht das Ende der Waffen, sondern der Beginn eines Martyriums, das oft grausamer war als das, was sie an der Front erlebt hatten. Man nahm ihnen Uniform, Name, Würde – und ließ sie im Morast verrotten.

Sie froren unter freiem Himmel, litten an Seuchen, wurden geprügelt, gequält, verachtet. In Erdlöchern ohne Dach, auf bloßem Schlamm, mit einer Scheibe Brot am Tag – oder gar nichts. In Sibirien, wo der Schnee zum Grab wurde, in den Rheinwiesen, wo der Himmel tagelang ohne Mitleid auf sie herabsah, in Frankreichs Zwangsarbeitslagern, wo man sie wie Vieh antrieb.

Es gab keine Gnade, keine Barmherzigkeit, keine Anerkennung. Nur Hunger, Kälte, Sprachlosigkeit – und ein bewußtes Vergessen. Ein ganzes Heer, das nicht besiegt, sondern verscharrt wurde – nicht im Erdreich allein, sondern im Bewußtsein eines Volkes, das man umerzog, gebrochen, beschämt und entseelt zurückließ.

Und die Republik, die auf den Trümmern der Ehre errichtet wurde, schwieg. Nicht aus Unwissenheit – sondern aus Absicht. Denn deutsche Opfer störten das neue Narrativ. Sie standen der Schuld im Wege, die man dem Volk kollektiv aufgebürdet hatte, und so entschied man sich für das beflissene Schweigen, für die Verleugnung, für das schamlose Auslöschen des eigenen Gedenkens.

So begann jene bittere Nachkriegslüge, die bis heute wie Mehltau auf den Seelen der Deutschen liegt – und in deren Schatten unsere Väter bis zum letzten Atemzug gefangen blieben.

Der Krieg, den wir nicht wollten – die Strafe, die wir nicht verdienen

Was heute als unumstößliche Wahrheit gelehrt wird, ist in Wirklichkeit ein gebautes Lügenhaus aus Siegerfedern und Moralmaske. Es sei mit aller Deutlichkeit ausgesprochen: Das deutsche Volk hat diesen Krieg nicht gewollt, nicht geplant, nicht provoziert. Die Führung des Reiches bemühte sich in den Jahren 1938 und 1939 um klare, ehrliche Friedensangebote – gegenüber Polen, gegenüber England, gegenüber Frankreich. Verträge wurden vorgeschlagen, Sicherheitsgarantien versprochen, Minderheitenschutz verlangt. Man wollte Korridore statt Kriege, Verständigung statt Vernichtung, Ehre statt Expansion.

Doch man ließ diese Angebote verhallen – nicht aus Mißverständnis, sondern aus Kalkül. Die Feinde Deutschlands hatten längst andere Pläne, deren Wurzeln nicht in 1939, sondern in 1919 und davor zu suchen sind. Versailles war kein Frieden, sondern ein Raubvertrag, eine Demütigung, ein vergifteter Same, aus dem zwangsläufig ein neuer Konflikt erwachsen mußte. Und dennoch – selbst wenn man der Propaganda Glauben schenken wollte und Deutschland eine Mitschuld unterstellte – wiegt dies schwerer als das Schicksal jener Männer, die an der Ostfront im Schnee lagen, in Afrika den Sand mit Blut tränkten, in Gefangenschaft gequält, geprügelt, ermordet wurden?

Was hat ein junger Landser verbrochen, der als Lehrling zur Wehrmacht einrückte, dessen Familie im Bombenhagel unterging, der mit 19 Jahren von der Ostfront in ein sowjetisches Lager verschleppt wurde, um dort zehn Jahre lang Zwangsarbeit zu leisten – barfüßig, krank, verhöhnt? Welche Schuld trägt ein Bauernsohn aus der Eifel, der seinem Land folgte, weil Pflicht, Ehre und Ordnung noch Werte waren – der kämpfte, überlebte, gefangen wurde – nur um dann in einem Loch bei Koblenz zu erfrieren, nackt, ausgehungert, vergessen?

Diese Männer hatten keine Stimme, keine Lobby, keine Mahnwache. Sie passten nicht in die neue Ordnung. Man wollte sie nicht als Opfer sehen, sondern als Schuldträger, als stille Mahnung, als Problem. So wurden sie millionenfach verschleppt, millionenfach mißhandelt, millionenfach geopfert – und ein zweites Mal verraten durch das große Schweigen, das über ihr Leid gelegt wurde wie ein Leichentuch.

Wer heute von „europäischen Werten“ spricht, von „humanitärem Völkerrecht“, von „Nie wieder Krieg“, möge sich vor die Massengräber der Rheinwiesen stellen, vor die gefrorenen Gruben Sibiriens, vor die Grabkreuze namenloser Männer in französischer Erde – und schweigen.

Denn ihre Strafe war kein Gerichtsurteil, sondern ein Racheakt. Ihr Verbrechen war nicht Mord, sondern Gehorsam. Ihr Schicksal war nicht gerecht, sondern eine offene Wunde der Geschichte, über die man salbungsvoll hinweglehrt – in Schulbüchern, die sich Wahrheit nennen, doch auf Lügen gebaut sind.

Rheinwiesenlager – Schlamm, Hunger, Tod

Mit dem Zusammenbruch der deutschen Front im Frühjahr 1945 begann eine Tragödie, über die man bis heute kaum spricht – nicht, weil sie klein wäre, sondern weil ihr Ausmaß die Moral des Siegers in Schutt reißen würde. Die sogenannten Rheinwiesenlager, errichtet unter amerikanischem Oberbefehl entlang des Rheins, waren keine Notlösung – sie waren ein geplanter Todesgürtel. Zwischen April und Juli 1945 errichtete die US-Armee über 20 Lager, die größtenteils aus nacktem Erdreich bestanden. Keine Baracken, keine Zelte, keine Latrinen. Über 1,7 Millionen deutsche Soldaten, darunter viele Verwundete, Minderjährige, sogar Jugendliche aus dem Volkssturm und ausländische Hilfstruppen, wurden in diesen Lagern interniert.

Die Zustände waren absichtlich menschenverachtend. Der Boden war morastiger Schlamm, in dem man versank. Die Nächte eiskalt, die Kleidung oft bereits durchlöchert oder entwendet. Die Rationen bestanden mitunter aus einer Scheibe Brot pro Tag, manchmal nur aus abgestandenem Wasser. Die medizinische Versorgung existierte nicht. Verwundete lagen neben Toten, Kranke wurden ignoriert, Seuchen brachen aus. Einige amerikanische Offiziere, die aus eigenem Gewissen heraus versuchten, Wasserpumpen oder Sanitätszelte bereitzustellen, wurden strafversetzt oder von Vorgesetzten zum Schweigen gezwungen.

Was hier geschah, war keine Vernachlässigung – es war gewollt. Die Gefangenen wurden nicht als „Kriegsgefangene“ im Sinne der Genfer Konvention behandelt, obwohl diese ihnen Schutz geboten hätte. Auf Befehl der US-Militärführung unter General Eisenhower wurden sie als sogenannte „Disarmed Enemy Forces“ geführt – ein juristisches Konstrukt, das einzig dazu diente, ihnen jegliche Rechte zu entziehen.

Berichte über die Zustände gelangten kaum an die Öffentlichkeit. Man sprach von „internierten deutschen Einheiten“, verschwieg jedoch, daß es sich um schwerkranke, ausgehungerte Menschen handelte, die auf freiem Feld bei Wind und Wetter verreckten, ohne Decke, ohne Hoffnung, ohne Namen.

Der kanadische Historiker James Bacque veröffentlichte in seinem Werk „Other Losses“ erschütternde Zahlen: Zwischen 800.000 und über 1,1 Millionen Tote soll es allein in diesen Lagern gegeben haben – durch Hunger, Entkräftung, Infektionen, Mißhandlungen, Gleichgültigkeit. Andere Schätzungen gehen von bis zu 1,3 Millionen Opfern aus.

Man ließ sie verrecken – systematisch, planvoll, schweigend.

Viele Tote wurden in Massengräbern ohne Kennzeichnung verscharrt. Andere verschwanden spurlos. Keine offizielle Zahl, keine Gedenkstätte, keine Schulstunde erinnert heute an ihr Leid.

Es gibt keine Mahnmale in Berlin, keine Gedenktafeln in Koblenz, Remagen, Bad Kreuznach oder Bretzenheim – obwohl auf deutschem Boden tausende Männer innerhalb weniger Wochen starben wie Tiere. Keine Schulklasse besucht diese Orte. Keine Medienreportage klagt an. Kein Kirchenvertreter spricht das Totengebet.

Stattdessen lobt man noch heute Eisenhower als „großen Befreier Europas“, während unter seinem Befehl ein Menschenlager entstand, das in jedem anderen geschichtlichen Kontext als Konzentrationslager bezeichnet würde.

Der Tod der deutschen Kriegsgefangenen in den Rheinwiesen war kein Betriebsunfall – er war eine Form von Siegerjustiz durch Aushungern. Es war Mord durch Unterlassung, durch Kalkül, durch Haß. Und Deutschland? Die BRD, gebaut auf Lüge, Schuld und Umerziehung? Sie schwieg. Sie schwieg nicht aus Scham, sondern aus Angst vor der Wahrheit.

Sibirien – Kälte, Zwang, Vergessen

Als die Waffen schwiegen, schwieg der Tod nicht. Er nahm nur eine neue Gestalt an – keine Kugel, kein Granatsplitter, sondern der eisige Griff eines Regimes, das keinen Unterschied mehr machte zwischen Soldat und Mensch, zwischen Gefangenen und Vieh. Die Sowjetunion, offizieller Siegermacht und zugleich das grausamste System der Zeit, verschleppte in den Monaten und Jahren nach der Kapitulation des Reiches Millionen deutscher Männer nach Osten. Einige wurden noch an der Front aufgegriffen, andere durch alliierte Auslieferungen – selbst aus amerikanischer Hand – an die Roten übergeben. Wieder andere wurden aus Zivilinternierungslagern abgezogen, oftmals unter Vorwand, oftmals unter Hohn.

Diese Männer – jung, ausgezehrt, oft verwundet – wurden in Viehwaggons verladen, eingesperrt, transportiert durch das weite, fremde Land, das man ihnen als neue Hölle zugedacht hatte. Die Fahrt dauerte Tage, Wochen – ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne medizinische Hilfe. Wer starb, wurde bei nächster Gelegenheit aus dem Waggon gestoßen – wie ein toter Hund.

Ihr Ziel war selten ein konkreter Ort. Es war ein Netz von Zwangsarbeitslagern, über die Weiten Sibiriens verteilt. In Kohleminen, in Forstlagern, an Eisenbahnlinien, in Baracken mitten in endlosen Schneelandschaften. Temperaturen von minus vierzig Grad, primitive Holzbaracken mit Löchern statt Fenstern, morschen Pritschen, kein Feuerholz.

Man zwang sie, Steine zu tragen, Gräben zu graben, Wälder zu roden, Bahnschienen zu verlegen – Tag für Tag, Stunde um Stunde, bei Kälte, Hunger, Erschöpfung. Viele waren unterernährt, litten an Skorbut, Typhus, Tbc, Erfrierungen. Die medizinische Versorgung bestand bestenfalls aus kaltem Wasser und einem wackeligen Tisch. Die sowjetischen Lageraufseher behandelten sie nicht als Menschen, sondern als Strafeinheiten. Wer schwächelte, wurde geschlagen. Wer zusammenbrach, blieb liegen.

Hunderttausende starben – nicht mit einem Schrei, sondern in Stille. Im Schnee, im Dunkel, inmitten von Fremden. Sie wurden namenlos verscharrt, in Gruben, auf Halden, unter Brettern. Keine Kreuze, keine Listen, keine Heimkehr. Man weiß bis heute nicht, wie viele deutsche Gefangene in sowjetischen Lagern tatsächlich umkamen – die Schätzungen schwanken zwischen 700.000 und über 1,4 Millionen, je nach Quelle und Mut zur Wahrheit.

Die wenigen, die zurückkehrten – oft erst 1953, 1955 oder noch später, nachdem Adenauer 1955 nach Moskau gereist war, um sie zu „bitten“ – waren keine Helden. Sie waren gebrochene Männer, seelisch verstummt, körperlich ruiniert. Viele von ihnen wurden bei ihrer Rückkehr von der Bundesrepublik nicht begrüßt, sondern beargwöhnt. Man stellte ihnen Fragen über „Verstrickung“, „Vergangenheit“, „Loyalität“.

Sie fanden oft keine Arbeit, keine Anerkennung, keine Wohnung. Sie wurden weiter verschwiegen, weiter ignoriert, weiter geopfert – diesmal nicht im Schnee, sondern im Nachkriegsdeutschland. Und was man ihnen nahm, war nicht nur ihre Jugend, nicht nur ihre Gesundheit, sondern ihr Platz in der Geschichte. Sie kamen aus Sibirien zurück in ein Vaterland, das sie nicht mehr wollte, das sie nicht verstand, das sie nicht ehrte. So starben viele von ihnen auch in der Heimat ein zweites Mal – nicht durch Erschöpfung, sondern durch das Gefühl, überflüssig zu sein. Kein Schulkind kennt ihre Namen, kein Kanzler nannte sie je. Kein Denkmal steht in Berlin für sie, keine Flagge weht in ihrem Gedenken.

Und doch waren sie da – millionenfach. Und ihr Schweigen, das ihnen in den Mund gelegt wurde, hallt lauter durch die Zeiten als jede Parole. Denn es war das Schweigen derer, die alles gaben, nichts zurückbekamen und bis heute keinen Platz in der Wahrheit dieser Nation erhielten.

Frankreich – Zwangsarbeit unter der Trikolore

Auch das republikanisch bemäntelte Frankreich, das sich nach 1945 unter Charles de Gaulle zum moralischen Sieger erhob, trug schwer an jenen Verbrechen, die man nie als solche benennen wollte. Während man sich auf Konferenzen als Stimme der Menschlichkeit inszenierte, ließ man auf französischem Boden Zehntausende deutsche Kriegsgefangene schuften, hungern, sterben – ohne Rechte, ohne Hoffnung, ohne Stimme. Bereits kurz nach der Kapitulation Deutschlands begannen französische Militär- und Verwaltungsbehörden mit der systematischen Zwangsverwendung deutscher Soldaten zur Aufbauarbeit. Ob in der Landwirtschaft, auf Trümmerfeldern, in den Wäldern oder in den neu entstehenden Industrieanlagen – überall wurden Gefangene als billige, rechtlose Arbeitssklaven eingesetzt. Die Lager, in denen sie untergebracht waren, unterschieden sich nur in ihrer Lage, nicht in ihrem Charakter. Die Unterkünfte bestanden aus notdürftigen Baracken, oft überfüllt, ungeheizt, von Krankheiten durchsetzt. Die Nahrung war knapp, vielfach verdorben oder absichtlich gestreckt. Medizinische Versorgung existierte kaum. Verletzte mußten weiterarbeiten oder sie starben.

Die Bewachung war hart, der Umgang roh, der Ton entwürdigend. Viele der französischen Wachmannschaften behandelten die Gefangenen mit offener Verachtung, nicht wenige mit Sadismus. Man schlug sie, verspottete sie, ließ sie bei Regen und Kälte stundenlang in der Erde knien. Wer zusammenbrach, wurde beschimpft. Wer nicht mehr arbeiten konnte, wurde zur Seite gelegt. Tausende starben auch in Frankreich – nicht im Kugelhagel, sondern in Stille, in Baracken, auf Feldern, in Fabrikhallen. Ihre Namen sind verloren. Ihre Gräber anonym. Ihre Geschichte vergessen. Man betrachtete sie nicht als Soldaten eines besiegten Heeres, sondern als Reparationsknechte, als Objekte der Sühne, als Menschen zweiter Klasse. Viele mußten Jahre nach Kriegsende weiterarbeiten, ohne Lohn, ohne Anerkennung. Ihre Existenz wurde aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt, weil sie nicht ins Bild passten.

Und wenn sie starben – an Entkräftung, an Typhus, an gebrochenem Herzen –, so wurde ihnen oft nicht einmal ein würdiges Begräbnis gewährt. Manche wurden in Massengräber geworfen, andere namenlos irgendwo am Feldrand verscharrt. Frankreich, das sich als Verteidiger europäischer Werte darstellte, verstieß systematisch gegen die Genfer Konvention. Doch weder in Paris noch in Straßburg, weder in Den Haag noch in Brüssel wurde je Anklage erhoben.

Denn sie waren Deutsche – und das genügte, um ihnen Recht, Leben und Ehre abzusprechen.

So wurden sie, die einst unter deutscher Flagge in den Krieg zogen, nach dem Waffenstillstand zu rechtlosen Schatten, gezwungen, für ein Land zu schuften, das ihnen keine Menschlichkeit entgegenbrachte, sondern nur Verachtung. Die Bundesrepublik? Sie schwieg auch hier. Kein Politiker forderte je Sühne für diese Toten. Kein Historiker wagte es, ihre Zahl zu nennen. Kein Schüler lernte ihr Schicksal. Sie blieben vergessen – wie so viele deutsche Opfer, die nicht in das saubere Bild des geläuterten Nachkriegsstaates paßten.

USA – Lager mit Lächeln und Auslieferung

Die Vereinigten Staaten von Amerika geben sich seit jeher als Hort der Freiheit, als Leuchtturm der Demokratie und Verteidiger der Menschenrechte. Doch wer hinter die Fassade blickt, erkennt einen imperialen Machtkomplex, der seit 1945 kaum ein Jahrzehnt ohne völkerrechtswidrigen Krieg vergehen ließ – von Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan bis Syrien, Libyen und heute wieder in Europa. Man spricht von Hiroshima und Nagasaki als „notwendigem Übel“, obwohl Hunderttausende Zivilisten durch Atombomben in Sekunden verdampft wurden – nicht, um einen Sieg zu erringen, sondern um ein Signal an die Welt zu senden: Wir, die Vereinigten Staaten, entscheiden über Leben und Tod.

Auch der Umgang mit deutschen Kriegsgefangenen entsprach dieser arroganten Logik. Zwar galten die amerikanischen Lager auf eigenem Boden – etwa in Texas, Colorado oder Kansas – im Vergleich zu den Rheinwiesen oder sowjetischen Gulags als „zivilisiert“. Es gab Baracken, Mahlzeiten, sogar Post. Doch diese äußere Humanität war trügerisch. Denn während man den Schein der Rechtsstaatlichkeit wahrte, wurden im Hintergrund Entscheidungen getroffen, die Tausende Deutsche das Leben kosteten. Zahlreiche Kriegsgefangene, vor allem solche mit technischem Wissen, höherem Rang oder aus bestimmten Einheiten, wurden nach ihrer Inhaftierung an die Sowjets ausgeliefert – wohlwissend, was ihnen dort drohte: Folter, Zwangsarbeit, Verschleppung, Tod.

Viele dieser Männer wurden direkt an der Gangway auf sowjetische Lastwagen geprügelt, gefesselt, weggeschleppt – ihre Namen verschwanden aus allen Listen. Familien erhielten keine Nachricht. Jahre später wußten viele nicht, ob ihre Söhne, Väter, Brüder je gelebt hatten oder längst im Schnee Sibiriens verrottet waren. Manche Gefangene wurden auf amerikanischem Boden verhört, unter Druck gesetzt, für die spätere Umerziehung in Deutschland vorbereitet – oder einfach vergessen. In mehreren Fällen wurden Gefangene nach Europa zurückgeschickt, nicht um entlassen, sondern um erneut interniert zu werden – in Lagern unter französischer oder britischer Verwaltung, wo die Bedingungen deutlich härter waren.

Auch unter amerikanischem Kommando kam es nachweislich zu Todesfällen durch Schläge, Hunger, Kälte, vor allem in den frühen Monaten des Krieges. In den Dokumenten der US-Armee wurden viele Tote einfach als „Other Losses“ verzeichnet – ein Begriff, der auch James Bacque in seinem Werk aufgriff und dem Massensterben einen Namen gab, das man statistisch verschwinden ließ.

Kein Schuldbekenntnis, keine Entschuldigung, kein Denkmal.

Noch heute gelten die USA als „Befreier Deutschlands“, obwohl sie im gleichen Atemzug Lager errichteten, Menschen auslieferten, Bombenteppiche warfen und Städte in Asche legten. Der „Marshallplan“ mag Lebensmittel gebracht haben – doch er war kein Akt der Gnade, sondern ein strategischer Hebel zur Abhängigkeit. Auch im heutigen Schulunterricht wird kaum je erwähnt, daß amerikanische Truppen Kriegsgefangene an die Roten auslieferten, obwohl sie um die Zustände in den sowjetischen Lagern wußten. Auch nicht, daß man in Nürnberg nur das Unrecht der anderen verurteilte – während man selbst keine Fragen beantwortete.

So bleibt die amerikanische Kriegsführung das, was sie immer war: eine Fassade aus Phrasen – und darunter das kalte Gesicht der Macht. Und auch wer sich hinter Lächeln und Uniformen verbarg, trug Verantwortung für deutsches Leid – ob im Lager, im Verhör, im Verrat.

Die Toten sprechen nicht mehr. Doch ihr Schicksal brennt sich in unser Gedächtnis, denn auch dort, wo Zäune statt Peitschen standen, verloren deutsche Männer ihre Freiheit, ihre Namen – und ihr Leben.

Die BRD – das große Schweigen

Was tat die Bundesrepublik Deutschland – jener neue Staat(?), der sich als angeblicher demokratischer Gegenentwurf zum Dritten Reich präsentierte, gegründet auf den Ruinen eines besiegten Volkes, inmitten von Schuldparolen sowie Umerziehung? Sie tat, was die Sieger ihr auftrugen: Sie schwieg. Sie schwieg über die Millionen deutscher Kriegsgefangener, die in Lagern verreckt, verschollen, verstummt waren. Sie schwieg über die Mütter, die nie Post erhielten, über die Bräute, die vergebens warteten, über die Kinder, die ihre Väter nie wiedersahen. Sie schwieg über das Leid, das nicht zum politischen Programm paßte – denn deutsches Leid störte den Aufbau einer Republik, die sich nicht auf Wahrheit, sondern auf Bekenntnis und Unterwerfung gründete.

Man dozierte über den „Holocaust“(eine Nachkriegs-Psycho-Operation?), man richtete Gedenkstätten ein. Doch über die eigenen Söhne, Väter, Brüder, die in Sibirien schufteten, in Remagen im Schlamm starben, in französischen Lagern erschöpft zusammenbrachen, verlor man kein Wort.

Wer ihr Gedenken einforderte, wurde verdächtigt.
Wer über ihr Leid sprach, galt als Revisionist.
Wer Fragen stellte, war ein Nestbeschmutzer.

Sie waren unerwünscht im neuen Provisorium „Deutschland“. Nicht, weil sie schuldig waren, sondern weil ihre Existenz das Lügenfundament der BRD ins Wanken bringen konnte. Man nannte sie „Nazis“, „ewig Gestrige“, „Soldaten Hitlers“, als hätte sie Massaker begangen, als wäre das Tragen einer Uniform gleichbedeutend mit Schuld. Man entmenschlichte sie ein zweites Mal – diesmal nicht durch Feindeshand, sondern durch die BRD.

Sie erhielten keine Entschädigung.
Keine öffentliche Anerkennung.
Kein würdiges Andenken.

Die wenigen, die zurückkehrten, mußten um Rente kämpfen, um Würde betteln, um Anerkennung bitten – und wurden meist mit Phrasen abgespeist. Ihre Geschichten wurden nicht gedruckt, ihre Erlebnisse nicht verfilmt, ihr Schicksal nicht unterrichtet. Die Genfer Konvention, auf die man sich in Sonntagsreden berief, galt nur für jene, die auf der richtigen Seite standen. Wer einen Stahlhelm mit deutschem Wappen getragen hatte, zählte nicht mehr zur Menschheit, sondern zur Last. So wurde das Leid dieser Männer nicht nur mißachtet – es wurde absichtlich ausgelöscht, aus Radiobeiträgen, aus Geschichtsbüchern, aus dem kollektiven Gedächtnis.

Und damit hat sich die fremdbestimmte Bundesrepublik – ungeachtet aller trügerischer Demokratiephrasen – mitschuldig gemacht: Am zweiten Tod dieser Männer, am Verbrechen der Verdrängung, am Verrat an jenen, die nicht für ein Regime kämpften, sondern für ein Vaterland, das man ihnen am Ende raubte – und ihre Erinnerung gleich mit.

Epilog – Die Stummen rufen

Sie sprachen nie wieder, nicht weil sie nichts zu sagen gehabt hätten, sondern weil man ihnen das Wort genommen hatte, weil ihre Stimmen im Rauschen der neuen Zeit nicht mehr erwünscht waren, weil ihr Leid der falschen Moral der Nachkriegsordnung im Wege stand. Man ließ sie sterben – im Schlamm, im Schnee, in der Fremde –, ließ sie hungern, frieren, verstummen. Ihre Leiber wurden in der Erde verscharrt, oft ohne Zeichen, ohne Namen, ohne Abschied. Ihre Geschichten wurden nicht aufgeschrieben, ihre Briefe nicht mehr gelesen, ihre Gesichter aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Man brauchte sie nicht mehr – nicht in den Schulbüchern, nicht in den Gedenktagen, nicht in der neuen fremdverwalteten „Republik“. Sie störten, sie mahnten, sie passten nicht zum Bild des bekehrten, geläuterten, schuldbeladenen Deutschlands in Provisoriumsgestalt der BRD, das man uns aufzwingen wollte. Und so ließ man sie fallen – ein zweites Mal. Nicht durch Waffen, sondern durch Schweigen. Nicht durch Kugeln, sondern durch das Abwenden der eigenen Leute.

Wir erinnern an sie, weil sonst niemand erinnert.
Wir sprechen für sie, weil ihnen die Stimme geraubt wurde.
Wir klagen an – nicht aus Haß, sondern aus Wahrheit und Pflicht.

Wir stehen auf für jene, die keiner mehr kennt, und tragen ihre Namen tief in unser Innerstes hinein, als wären sie dort geboren. Wir sprechen sie aus – stolz, laut, ungebrochen –, weil niemand sonst sie nennt, weil niemand sonst für sie spricht. Für all jene, die litten, starben, verscharrt wurden, fern der Heimat, fern der Wahrheit. Für all jene, die nie zurückkehrten, deren Spur sich verlor in Schnee und Erde. Für all jene, die heimkamen – doch nie mehr ankamen, weil man sie nicht mehr sehen wollte, nicht mehr hören konnte, nicht mehr aushielt. Ihr seid nicht vergessen; Eure Ehre ist unser Erbe; Euer Opfer unser Auftrag.

So lange deutsches Blut durch ehrliche Herzen fließt, so lange der Wind über die Gräber streicht, so lange dieses Volk noch Söhne hervorbringt, die den Schmerz der Ahnen fühlen und nicht dem Vergessen dienen – so lange seid Ihr da. Nicht im Geschichtsunterricht, nicht in den Gedenkjahren der Heuchler, nicht in Reden, die hohl verhallen. Sondern in uns, in unserer Wut, in unserer Liebe. In unserem unausgesprochenen, doch ewig brennenden Schwur.

Wir leben Euch!

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Heimatliebender Aktivist, Medienmacher und Politiker! Ein Zitat von Ernst Jünger wurde zum inneren Begleiter: "Zeige mir den Markt der Stadt und ich sage dir, ob dein Volk noch lebendig ist." Friedrich Nietzsche formulierte einst treffend: "Im Gebirge der Wahrheit kletterst du nie umsonst: entweder du kommst schon heute weiter hinauf oder du übst deine Kräfte, um morgen höher steigen zu können." Ich habe mich für den Weg der Wahrheit entschieden - aus Liebe zum Eigenen!

3 Kommentare

  1. Auf den Rheinwiesen

    Ich sitze auf dem Boden. Schatz, es ist so kalt!
    Ich friere und zittere unaufhörlich.
    Ach wär ich doch bei Dir!

    Ob Du noch lebst? Und unsere Kleinen ?
    Wo seid ihr wohl?
    Alles ist zertrümmert. Seid ihr zu Hause ?
    Die schöne Welt die wir einst hatten,
    Sie ist vorbei.

    Was sind das für Soldaten diese Amerikaner?
    Habt ihr Hunger? Ist Euch kalt?
    Sie sind so hässlich und so grob,
    Ganz anders als ich dachte.
    Und sie lachen. Menschen lachen noch?

    Mir ist so kalt. Ein Heer von Männern überall,
    Krank, kalt, halbtot, in sich vergraben.
    Wir haben wenig Kraft.
    So viele sterben.
    Sie tun es um uns auszurotten!
    Sie hassen uns so sehr!

    Was sind das für Menschen,
    Diese Amerikaner?
    Sie sollen unsere Verwandten sein.
    Warum tun sie uns das an?
    Was haben wir ihnen angetan?
    Was haben sie davon?

    Was ganz Satanisches geht hier vor!
    Sie trennen uns, Du und ich.
    Sie wollen uns vernichten.
    Sie wollen uns ermorden, ja.
    Wann hört das Morden auf?
    Wir können gar nichts tun.
    Sie schießen gleich. Sie schlagen,
    treten und quälen uns, manchmal
    bis zum Tod.

    Ob Du noch lebst?
    Was Du wohl machst? Bist Du geborgen ?
    Wo sind unsere Eltern? Bist Du bei ihnen ?
    Habt ihr Hunger?
    Es ist so still. Ich hör dich nicht
    Wenn ich an Dich denke.
    Du bist meine Hoffnung, mein Licht.
    Bald bin ich bei Dir.

    • Grüß Dich N,
      ein schönes Gedicht und doch sehr traurig.
      Aber, es kommt der Tag an dem wir Deutsche uns wieder freuen können und dann heißt es,Vorwärts, wir bauen unser Land, mit Kraft durch Freude wieder auf!
      Einen Gruß!

      • Grüße Dich Stallbursche,
        sicher kommt der Tag, an dem wir wieder in einem schönen Land leben werden. Und wenn die Schönheit nur wieder 12 Jahre andauern sollte…

        Wir sind es unseren Ahnen schuldig. Kein Einzelner darf umsonst gestorben sein.
        Gruß an Dich und all Jenen, die für unser Land ein- und aufstehen!

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