Es kommt ein Tag im Dezember, da das alte Jahr mit aller Schwere auf den Schultern ruht und das neue noch im Nebel des Ungewissen harrt. Es ist Laugardagr, der Tag der Reinigung, an dem Wasser und Feuer zusammenwirken, um das Leben zu läutern und zu wandeln. Wer diesen Tag zu deuten weiß, erkennt: Die Reinigung beginnt nicht mit den anderen, sondern im eigenen Innern. Sie gilt dem Geiste, dem Herzen, dem Mut, der im langen Dunkel nicht zerbrechen, sondern leuchten soll.
Joachim Sondern
Was ist unser Auftrag in diesen Tagen, in denen man uns Deutschen alles nahm – Stolz, Geschichte, Freiheit, die Lieder der Ahnen? Was bleibt, wenn die Welt sich an uns vergeht, wenn Lüge, Neid und Mißgunst wie Frost das Land bedecken? Es bleibt der Wille zur Rückkehr, zur Wiedergeburt, zur Reinigung von allem, was nicht wahrhaftig ist. Nicht gegen das Leben, sondern für das Leben. Nicht aus Haß, sondern aus der unbändigen Liebe zu Volk, Heimat, Wahrheit.
Laugardagr – der Tag, an dem wir beginnen, unser Haus zu ordnen, das Alte abzuwaschen, Irrtum und Schuld zu erkennen, die Ketten der Selbstverleugnung zu sprengen. Wer im Spiegel des Wassers steht, sieht, was er verloren hat – und erkennt, was in ihm geblieben ist: das Licht der Herkunft, die Kraft der Wurzeln, die Hoffnung auf eine neue Zeit.
So schreitet die Zeit voran: Von 25 zu 26 – das Ende eines Zyklus, der Übergang in das Kommende. Die Zahlen sind mehr als bloße Zählung; sie tragen den Geist der Wandlung in sich. Die Fünf ist die Zahl des Übergangs, der Reinigung und des Schwurs. Die Sechs, geboren aus der Vollendung, ruft nach Neuordnung, nach Aufbruch, nach Gemeinschaft im Lichte des alten Glaubens. Wer dies erkennt, versteht: Jede Generation muß ihr eigenes Wasser finden, muß im Feuer des Geistes läutern, was die Vorväter errangen und die Feinde zu zerstören suchten.
Der Laugardagr wird so zum revolutionären Tag der Selbsterhebung: Nicht gegen, sondern für das Eigene. Für das Recht, deutsch zu sein, für das Recht auf Bewußtsein, auf Sprache, Arterhaltung und inneres Feuer. Für die Zukunft, die nur blüht, wo das Vergangene nicht verachtet, sondern geehrt wird. Im Kreis der Gemeinschaft, im Schwur der Reinigung, wächst ein neues Deutschland – gewaschen im Wasser, gestählt im Feuer, verbunden durch das uralte Licht des Nordens.
So sei Laugardagr der Tag, an dem wir uns sammeln, die Masken ablegen, das Unreine von uns abspülen, das Erbe aufnehmen und im Bewußtsein der Ahnen das neue Jahr erwarten. Denn das wahre Volk ist unvergänglich, wo es sich selbst erkennt, erneuert und wieder aufersteht.
Heil dem Laugardagr – Heil der Wiedergeburt aus Wasser, Feuer und Licht!
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